Drei Millionen Euro fließen in den Emmebach

Vorarlberg / 26.10.2020 • 18:11 Uhr
Am Emmebach starten umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen. Ziel ist der naturnahe Rückbau des Fließgewässers.<span class="copyright">Mäser</span>
Am Emmebach starten umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen. Ziel ist der naturnahe Rückbau des Fließgewässers.Mäser

Neue Altacher Gemeindevertretung hat Baumeisterarbeiten für Renaturierungsprojekt einstimmig vergeben.

altach Der Emmebach entspringt am nordwestlichen Abhang der Hohen Kugel in knapp 1200 Metern Seehöhe und fließt in westlicher Richtung auf einer Gesamtlänge von rund elf Kilometern durch die Örflaschlucht Richtung Götzis. Anschließend fließt er entlang der
A 14 im Gemeindegebiet von Altach in den Binnenkanal.

Ökologische Aufwertung

Um der heimischen Tier- und Pflanzenwelt in Zukunft wieder die Möglichkeit zu geben, sich am Emmebach anzusiedeln, hat die Altacher Gemeindevertretung bereits für fünf Jahren mit den Planungen für dessen naturnahen Rückbau begonnen. Neben der Schaffung von intakten Gewässerräumen soll dabei auch ein Erholungsraum für die Bevölkerung geschaffen und die Sicherheit von Siedlungsgebieten gewährleistet werden. „Beim beschlossenen Vorhaben am Emmebach steht nun allerdings die ökologische Aufwertung im Mittelpunkt“, erklärt dazu Wasserwirtschaftslandesrat Christian Gantner.

Beschattung

Die vorgesehenen Baumaßnahmen erstrecken sich über eine Länge von zweieinhalb Kilometern – vom Absperrbauwerk der Rückhalteanlage Koblacher Kanal bis knapp zur Gemeindegrenze von Götzis. Im ersten Abschnitt werden nun in den kommenden Wochen das Fließgewässer zwischen dem Stadion Schnabelholz und der Schleuse beim Erholungszentrum Rheinauen in ihren ursprünglichen ökologischen Zustand versetzt bzw. zurückgebaut.

Im Zuge dieser Renaturierungsmaßnahmen werden zudem umfangreiche Neubepflanzungen von Bäumen und Sträuchern vorgenommen. Außerdem werden im Laufe des Rückbaus Fischunterstände im Gewässer errichtet. Diese Fischunterstände – hydraulische Strukturen oder Objekte in Fließgewässern – sollen den Fischen als Versteck- und Ruheplätze dienen. Auf dem linken Damm wird ein überörtlicher Radweg geführt und für eine bessere Beschattung sollen am rechten Bachufer geeignete Bäume wie Silberweiden oder Schwarzerlen gepflanzt werden.

Gemeindeanteil bei 350.000 Euro

Neben einer nachhaltigen Investition in den Lebensraum sollen mit den Renaturierungsmaßnahmen auch die ökologische Verbesserung von Bächen und Flüssen sowie der Hochwasserschutz sichergestellt sein. Die Gemeindevertretung hat nun bei ihrer ersten Sitzung nach den Wahlen die Baumeisterarbeiten für die Renaturierung des Emmebachs um rund drei Millionen Euro vergeben. Diese Kosten werden zu 90 Prozent von Land und Bund gefördert, wobei vonseiten des Bundes rund 2,1 Millionen Euro aus Mitteln des Umweltförderungsgesetzes zur Verfügung gestellt werden. So liegt der Gemeindeanteil bei 350.000 Euro. MIMA

„Am Emmebach steht die ökologische Aufwertung im Mittelpunkt.“

Christian Gantner
Wasserwirtschaftslandesrat