Neue Zeiten, Objekte und Veranstaltungen

Schattenburgmuseum startet mit einigen Neuerungen in den Herbst.
FELDKIRCH Als Gegenpol zu den situationsbedingten Einschränkungen durch das Coronavirus bietet das Schattenburgmuseum mit neuen Öffnungszeiten, neuen Ausstellungsobjekten und neuen Veranstaltungsangeboten ein positives Konzept der Erweiterungen.In den Herbstferien öffnen sich die Museumstüren von Montag, 26., bis Samstag, 31. Oktober, von 10 bis 16 Uhr, damit die schulfreie Zeit bei der neuen „Schnitzeljagd“ durchs Museum genutzt werden kann. Ab November ist das Museum dann von Donnerstag bis Samstag jeweils von 13 bis 16 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 16 Uhr geöffnet.
Uhren, Waffen und mehr
Programmpunkte wie die bereits ausgebuchten Familienführungen mit Taschenlampe oder der neue Schwerpunkt „Schloss & Schlüssel“, bei dem man dem Geheimnis, Inhalt oder der Funktion der einzelnen Truhen in der Burg auf der Spur ist, die immer beliebten Themen wie „Geheimnisvolle Schattenburg“, das ganztägige Angebot „Warten auf Weihnachten“ an den vier Adventsonntagen oder „Winter in der Burg“ bieten sich für einen Besuch an. Der Start in die Herbstferien wird für Erwachsene mit dem neuen Konzept der Themenführungen, zwar in Minimalbesetzung, aber gerade dadurch für Besucher sehr interessant, begangen. Am Sonntag, 25. Oktober, dem Tag der Zeitumstellung, erläutert Uhrenliebhaber und Betreuer der Schattenburguhren, Reinhard Häfele, die vielfältige Uhrensammlung des Museums. Besondere Highlights sind dabei das Bürgerliche Zimmer mit seinem Schwerpunkt zur Feldkircher Uhrmacherfamilie Jenny oder das Gräfinnenzimmer mit der einzigartigen astronomischen Uhr. Am Nationalfeiertag hingegen führt Vizeleutnant a.D. Jürgen Wiederin um 13.30 Uhr durch die Waffensammlung im Bergfried.
Aktuelles in der Geschichte finden
Die neue Reihe der Kunstführungen mit Albert Ruetz wird schließlich am 7. November um 14 Uhr unter dem Motto „Fast alle Heiligen“ fortgesetzt, um den vielfältigen Sammlungsschatz an religiösen Objekten im Museum vorstellen zu können. Als aktueller Beitrag zur derzeitigen Pandemie wird die Tradition der Pestsäulen und Pestbilder, die nach überstandenen Seuchen gestiftet wurden, näher erklärt.
Getreu dem Motto „sammeln, forschen, bewahren, vermitteln“ konnte der Museumsverein in den vergangenen Monaten neue Objekte erwerben, von denen einige bereits in den Museumsräumen ihren Platz gefunden haben. Hoch oben auf der Aussichtsplattform hat ein Exponat seinen Platz über der alten Wasserpumpe gefunden. Ein Löscheimer, wie er früher zur Grundausstattung in jedem Feldkircher Haushalt gehörte, beschriftet mit Nummer und Initialen der Eigentümer. Hinzu kommt der neue Museumskurzführer der auf 47 Seiten in großformatiger Schrift und mit Bildmaterial einen hochwertigen Ersatz für die Informationsblätter in den Museumsräumen bietet. Diese wurde aus hygienischen, aber auch aus optischen Gründen entfernt, sodass der Eindruck einer bewohnten Burg nicht durch „fremde“ Objekte gestört wird.