Über 300 Fahrradspenden

Fahrradsammelaktion beim ASZ Vorderland war ein voller Erfolg.
Sulz „Kumm vorbei und bring di alt’s Rad mit!“, war das Motto am vergangenen Wochenende rund um das Altstoffsammelzentrum in Sulz. Die Koordinationsstelle für Integration Vorderland hatte beim ASZ Vorderland eine Fahrradsammelaktion organisiert. Die gespendeten Räder werden nun instand gesetzt und Bedürftigen zur Verfügung gestellt. Geleitet wurde die Aktion von Katharina Parziani und Margot Pires. In Summe konnten an beiden Tagen über 300 Räder entgegengenommen werden. „Wir sind echt positiv überrascht“, äußert sich Pires erfreut.
Sämtliche Fahrradspenden werden von ehrenamtlichen Fahrradmechanikern (unter der Leitung von Kurt Bell) wieder fahrtüchtig gemacht und können dann an Kinder und Erwachsene aus der Region weitergegeben werden. Schon seit vielen Jahren repariert der Rankweiler ehrenamtlich gespendete Räder. Die renovierten Fahrräder werden dann Geflüchteten und Bedürftigen zur Verfügung gestellt. Gepaart mit Fahrradkursen für Frauen und Mädchen, die die Gemeinwesenstelle Mitanand Rankweil jährlich organisiert, entstehen so individuelle Mobilitätslösungen für Familien. Auf diese Weise wird ein Beitrag zur Integration und zur sanften Mobilität im Vorderland geleistet.
Integration im Vorderland
„Aktuell wohnen rund 400 Geflüchtete im Vorderland, Tendenz weiterhin steigend“, führt Parziani weiter aus. „Den Gemeinden ist es ein großes Anliegen, dass das Zusammenleben gut funktioniert.“ Integration sei ein fortlaufender Prozess, der seit 2016 von der Region Vorderland, Koordinationsstelle für Integration, begleitet wird. „Es gibt viel zu tun. Die Themen sind sehr vielfältig – von der Wohnungs- und Jobsuche über Kinderbetreuung, Schule, Gesundheit und Deutschkurse bis hin zu Familienzusammenführungen etc. ist alles dabei“, informiert Pires. Die Lösungen sollen individuell passen, sodass man rasch Fortschritte erzielen kann. „Das wiederum hilft, Kosten im Sozialwesen einzusparen.“ Der Bedarf für Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer sei weiterhin sehr groß. „Daher suchen wir Freiwillige, die Interesse an einem Ehrenamt haben“, erklärt das Duo.
Zu den bereits bestehenden und langjährigen Angeboten von Freiwilligen zählen beispielsweise „CafeMINZE“ in Klaus, „Vogelfreiraum“ in Rankweil, Nachhilfe in Deutsch, Mathematik und Englisch für Pflichtschüler, eine Fahrradwerkstatt mit Sachspendendepot und diverse Freizeitaktivitäten. „Ohne diese Angebote wäre die Integration in der Region Vorderland nicht möglich“, so Katharina Parziani. ETU


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