Im Landkreis Lindau steht die Corona-Ampel auf Rot

Höchste Warnstufe hat für den Landkreis ab Mittwoch weitere Verschärfungen zur Folge.
Lindau Im bayerischen Lindau ist am Dienstag der Sieben-Tage-Grenzwert von 50 Coronavirus-Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten worden. Dadurch gilt für den Landkreis die höchste Warnstufe, was weitere Verschärfungen zur Folge hat. „Wir müssen gemeinsam alles versuchen, damit die Infektionszahlen wieder fallen“, sagt Landrat Elmar Stegmann. Er bittet die Lindauer Bevölkerung, auf möglichst viele Kontakte zu verzichten und die Maskenpflicht und Abstandsregelung einzuhalten. Am Sonntag, 18.10. hat der Landkreis Lindau die erste Corona-Warnstufe erreicht und bereits heute steht die bayerische Corona-Ampel für den Landkreis auf Rot. „Die schnelle Entwicklung macht mir große Sorge“, erklärt Stegmann – auch mit Blick auf unseren Nachbarn Vorarlberg oder beispielsweise den Landkreis Berchtesgadener Land, für den die Staatsregierung Anfang der Woche einen Lockdown angeordnet hat. „Ich rufe auf zu Vernunft und Besonnenheit, denn Ausgangsbeschränkungen oder gar ein weiterer Lockdown würden uns allen sehr schaden.“
Im gesamten Landkreis gilt nun die höchste Warnstufe. Das hat zur Folge, dass die bestehende Maskenpflicht auf alle Jahrgangsstufen der Schulen ausgeweitet wird. Die Maskenpflicht gilt überall dort, wo Menschen dichter und/oder länger zusammenkommen. Das gilt insbesondere auf bestimmten, stark frequentierten Plätzen (z.B. Fußgängerzonen, Marktplätze), auf Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich Fahrstühlen in allen öffentlichen sowie öffentlich zugänglichen Gebäuden, in den Schulen und Bildungsstätten auch im Unterricht, für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen sowie durchgängig auf Tagungen, Kongressen, Messen, in Freizeiteinrichtungen, Kulturstätten, Kinos und Theatern auch am Platz.
In allen Gaststätten wird die Sperrstunde von 23 Uhr auf 22 Uhr vorverlegt. Private Feiern und Veranstaltungen, insbesondere Hochzeiten, Geburtstage, Beerdigungen, Vereins- und Parteisitzungen u.ä. werden auf zwei Hausstände oder maximal 5 Personen begrenzt. Dies gilt unabhängig davon, ob diese Treffen im privaten oder öffentlichen Raum stattfinden.
Die Sportausübung ist generell nicht durch die Corona-Ampel reglementiert. Für Mannschaftssportarten empfiehlt das Landratsamt Lindau aus Gründen des Infektionsschutzes dringend eine Aufteilung in Fünfergruppen, die räumlich abgesetzt trainieren.