HAK Lustenau: Wie ein Antigen-Test abläuft

37 Personen wurden getestet. Kein positiver Fall. Drei Klassen befinden sich jedoch in Quarantäne.
Lustenau Endlich eine gute Nachricht an der HAK/HAS in Lustenau. Die 1 C Handelsschulklasse mit ihren 24 Schülerinnen und Schülern wurde am Freitag mittels neuem Antigen-Test untersucht. Auch 13 Pädagoginnen und Pädagogen haben sich freiwillig testen lassen. Und im Gegensatz zum PCR-Test herrschte bereits nach zwei Stunden erfreuliche Klarheit: “Kein positives Ergebnis. Das sind gute Neuigkeiten”, freut sich Direktor Johann Scheffknecht.
“Kein positives Ergebnis beim Test. Das sind für unsere Schule gute Neuigkeiten.”
Johann Scheffknecht, Direktor HAK Lustenau
60 Schüler in Quarantäne
Gute Nachrichten gab es für die Lustenauer Schule in den letzten beiden Wochen wenige. Es begann Mitte vergangener Woche. In einer zweiten Klasse trat ein positiv getesteter Schüler als Spreader in Erscheinung. Bald waren über ein Dutzend Schüler angesteckt. Selbstverständlich wurde die Klasse in Quarantäne gesteckt. Wenige Tage später erwischte es eine andere Klasse mit Infektionen, am Montag dieser Woche kam eine dritte mit positiven Fällen dazu. Lehrer und Schüler landeten in Absonderung. “Am Samstag vor einer Woche wurde ein Massentest gemacht. 120 Schüler und 20 Lehrer ließen sich freiwillig testen”, erzählt Scheffknecht. Über 60 Schüler und mehrere Lehrer befinden sich derzeit in Quarantäne.

Zwei Striche sind schlecht
Der Antigen-Test ist an der HAK höchst willkommen. Innerhalb kürzester Zeit haben Dr. Anita Nagel und ihre beiden Rotkreuzhelfer Philipp Steinacher und Dany Lerchster alles aufgebaut. Die 1 C S-Klasse wartet bereits geduldig. “Wenn zwei Striche auf dem Test aufscheinen, ist die Person positv”, erklärt Dr. Nagel kurz. Die den Test durchführenden Rotkreuzler machen einen Abstrich in der Nasenhöhle, geben das Stäbchen anschließend in eine Lösung und warten dann, was sich tut. In rund 20 Minuten ist das Ergebnis da, der/die Getestete hat Gewissheit.
“Ein bisschen weh”
Mit gutem Beispiel geht Schulärztin Eva Kessler als erste Testperson voran. Dann folgen Lehrer und Schüler. “Es hat ein bisschen wehgetan”, sagt Schülerin Julia mit tränenden Augen und wartet geduldig darauf, bis das ungute Gefühl verschwindet. Ähnlich geht es einem Lehrer, der sich überrascht zeigt, wie tief man ihm mit dem Wattestäbchen soeben in die Nase gefahren ist. Dessen wartende Kollegin Martina Rauter lässt sich von den Beobachtungen nicht beeindrucken. Sie will den Test unbedingt machen, “weil ich das den Personen aus meinem Umfeld schuldig bin. Sie sollen wissen, wie es um mich steht”. Das Rotkreuzteam arbeitet professionell und flott. Ein Helfer stellt der Testperson ein paar Fragen, dann wird sofort der Abstrich durchgeführt, dieser in die Lösung gegeben, ehe der Vorgang mit Analyse und Dokumentation abgeschlossen wird.

Die allesamt negativen Ergebnisse verschaffen der HAK im Kampf gegen das Virus etwas Luft und Beruhigung. Ein erleichterndes Gefühl zum Wochenende hin.