Hard: Wie eine verdächtige Besucherin in flagranti ertappt wurde

„Arbeitssuchende“ Rumänin versteckte sich in Privatwohnung in Toilette.
Hard Der 78-jährige Harder Werner Gartner, der unter Demenz leidet, bekommt in letzter Zeit häufig Besuch von Rumäninnen. Die Frauen kommen allein, manchmal mit Kindern im Schlepptau und bitten um einen Schluck Wasser, Kaffee und ein paar Euro.
Argwöhnischer Sohn
Sein Sohn Markus (50), dem der Pensionist das erzählte, wurde argwöhnisch. Nach einem der letzten Besuche lief der Junior ins Schlafzimmer und stellte fest, dass aus dem Portemonnaie mehrere Hundert Euro fehlen (die VN berichteten). „Mittlerweile sind nach diesen Besuchen bereits insgesamt 580 Euro weg!“ empört sich Markus Gartner gegenüber den VN.
Es wurde Zeit zum Handeln. Mithilfe eines Privatdetektivs installierte der Harder eine versteckte Kamera in der Wohnung seines Vaters. Die Kamera mit einer Art Bewegungsmelder war über WLAN mit seinem Handy verbunden und zeichnete auf, sobald sich etwas in den Räumlichkeiten tat. Am vergangenen Samstag war es soweit.

„Ich saß gerade bei meinem Bruder zum Mittagessen im Erlach, als die Kamera um 12.09 Uhr ausschlug“, schildert er den VN und: „Sofort verständigte ich die Polizei und fuhr selbst zur Wohnung meines Vaters. Die Tür war verschlossen, doch Werner öffnete mir. Ich suchte die Rumänin. Sie hatte sich in der Toilette versteckt. Als ich sie zur Rede stellte, rief sie nur, dass sie sich entschuldige und Arbeit suche.“
Polizei ermittelt
Inzwischen war auch die alarmierte Polizei eingetroffen. Die Beamten perlustrierten die Besucherin, konsultierten einen rumänischen Dolmetscher und brachten die Frau auf die Polizeiinspektion. Die Ermittlungen laufen. Sohn Markus ist erleichtert: „Ich möchte mich bei der Polizei, aber auch bei der Gemeindesicherheitswache, meinen Nachbarn und dem Parkwächter bedanken. Sie alle haben in letzter Zeit sehr genau beobachtet, was sich rund um das Haus tat.“