Pflegeschule wird zu Ausbildungszentrum

Vorarlberg / 09.10.2020 • 16:17 Uhr
Bei seiner Pensionierung hat Guntram Rederer die Leitung der GKPS Feldkirch an sein Pendant in Rankweil, Direktor Mario Wölbitsch, übergeben. <span class="copyright">Archiv/Mathis</span>
Bei seiner Pensionierung hat Guntram Rederer die Leitung der GKPS Feldkirch an sein Pendant in Rankweil, Direktor Mario Wölbitsch, übergeben. Archiv/Mathis

Synergien der beiden Gesundheits- und Krankenpflegeschulen sollen besser genutzt werden.

Feldkirch Rund 3500 Personen haben in den letzten 50 Jahren ihre Ausbildung an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Feldkirch absolviert. Nach der Pensionierung von Direktor Guntram Rederer wird nun Amtskollege DPGKP Mario Wölbitsch von der Pflegeschule in Rankweil auch die Agenden in Feldkirch übernehmen. Die gemeinsame Leitung der Schulen eröffnet neben der einen oder anderen Herausforderung – wie beispielsweise der Pflegelehre oder dem Auslaufen der Diplomausbildung – vor allem eine Fülle an Chancen und Möglichkeiten, ist sich der Direktor sicher.

Synergieeffekte noch besser nutzen

Bisher standen den beiden Krankenpflegeschulen jeweils zwei unterschiedliche Direktoren vor. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird nun aber Wölbitsch die Leitung beider Schulen übernehmen. Er sieht darin wertvolle Synergieeffekte. „Mein Ziel ist es, die Schulen enger miteinander zu verbinden und zu einem Ausbildungszentrum zu vereinen. Dabei sollen sie ihren persönlichen Charakter bewahren und weiterhin in einer positiven Konkurrenz zueinander stehen“, erklärt der neue Leiter. Dazu soll künftig auch ein gemeinsames Aufnahmeassessment, die Abstimmung der theoretischen und praktischen Ausbildung und der Austausch von Lehrer-Know-how auf allen Ebenen unkompliziert, schnell und unbürokratisch genutzt werden.

Die von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) erhobene Pflegebedarfsprognose für Vorarlberg geht davon aus, dass bis 2025 jährlich circa 150 diplomierte Pflegekräfte gebraucht werden. Daher geht es nun vorrangig darum, den Übergang der Diplomausbildung von den Krankenpflegeschulen an die Fachhochschule gut zu bewältigen. Das weiß auch Direktor Mario Wölbitsch: „Eine meiner ersten großen Aufgaben wird darin bestehen, das Aufnahmeverfahren für die Diplomausbildung zu vereinheitlichen. Diesbezüglich stehen wir schon in den Startlöchern – das Projektteam kommt bereits dieser Tage zusammen“. Ab 2024 wird die Diplomausbildung vom Bachelorstudium an der Fachhochschule abgelöst.

Direktor Wölbitsch wird künftig von Diplomgesundheitskrankenpflegerin Susanne Wechselberger als Standortleiterin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Rankweil unterstützt. „Es benötigt eine enge Zusammenarbeit mit den Praktikern auf den Stationen und im ambulanten Bereich. Nur so können das in der Schule gelernte theoretische Wissen und die geübten praktischen Fähigkeiten eingesetzt, erweitert und vertieft werden“, erläutert Wechselberger. Diese gute Zusammenarbeit mit den Praktikumsstellen zu erhalten beziehungsweise zu intensivieren, ist daher ihr wesentliches Ziel. „Ich freue mich auf eine gute und professionelle Zusammenarbeit mit meiner sehr kompetenten Kollegin Susanne Wechselberger“, zeigt sich auch der neue Direktor erfreut. MIMA