Neos fordern Aufnahme von Kindern und Familien aus Moria

Vorarlberg / 06.10.2020 • 21:00 Uhr
Neos fordern Aufnahme von Kindern und Familien aus Moria
Die Landtagsabgeordneten Sabine Scheffknecht, Johannes Gasser (links) und Gerfried Thür präsentierten die Neos-Vorschau auf die Landtagssitzung. NEOS

Antrag soll am Mittwochabend im Landtag behandelt werden.

Bregenz Die Bilder des abgebrannten Flüchtlingslagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos gingen um die Welt. Unter den Geflüchteten in diesem Lager befinden sich auch Familien und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die Vorarlberger Neos möchten, dass das Land einen kleinen Beitrag dazu leistet, ein paar Kinder und Familien aus dieser Situation zu retten. “Egal, welcher Partei wir angehören, egal, was auf Lesbos passiert ist, egal, ob aus christlich-sozialem Denken oder einfach nur, weil wir alle Menschen sind. Retten wir in Gottes Namen diese Kinder!”, schreiben die pinken Landtagsabgeordneten in einer Aussendung. 50 Kinder und Familien sollen in Vorarlberg Schutz, Nahrung und ein Dach über den Kopf bekommen. Heute, Mittwoch, soll dieser Antrag im Landtag behandelt werden.

Um 9 Uhr beginnt der Landtag mit der Aktuellen Stunde der FPÖ. Thema: “Schluss mit willkürlichen Einschränkungen – wo bleibt die klare Coronastrategie der Landesregierung?” Mit Corona hängt auch ein 150-Millionen-Euro-Darlehen der Landesregierung zusammen, für das sie den Sanctus des Landtags möchte. Die Neos fordern, dass dargelegt wird, wofür das Geld verbraucht wird. Außerdem soll im Gegenzug auf das Geld aus dem Heimfallsrecht verzichtet werden.

Zudem fordern die Neos eine Teststrategie für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen; eine Datenbasis, um den Wiedereinstieg von der Sozialhilfe in den Beruf sicherzustellen; eine Schieneninfrastruktur, damit mehr Güter auf der Schiene transportiert werden.