Bei den Plänen für das „Kloster 3000“ in Hörbranz besteht Gesprächsbedarf

Vorarlberg / 30.09.2020 • 16:57 Uhr
Die originell gestaltete Ausstellung ist in vielen Belangen allgemein gehalten und lässt konkrete Details noch offen, statt Plänen gibt es Zeichnungen. <span class="copyright">stp</span>
Die originell gestaltete Ausstellung ist in vielen Belangen allgemein gehalten und lässt konkrete Details noch offen, statt Plänen gibt es Zeichnungen. stp

Ausstellung des Vereins zur nachhaltigen Nutzung des Salvatorkollegs in Hörbranz legt Projekt dar.

Hörbranz Was wird aus dem Salvatorkolleg an der Gemeindegrenze zwischen Hörbranz und Lochau? Diese Frage stellt sich in den Leiblachtalgemeinden, seit der Orden vor gut zweieinhalb Jahren den Beschluss fasste, das Hörbranzer Kloster, so wie drei weitere in Münster, Maria Steinbach und Stuttgart, aufzulassen. Unter der Federführung von Franz Rüf präsentierte der Verein zur nachhaltigen Nutzung des Salvatorkollegs im Spätsommer 2019 ein Konzept, das darauf abzielt, auf dem insgesamt 14 Hektar großen Areal rund um das Kloster mehr als 150 Wohnungen zu errichten.

Pilotprojekt in Vorarlberg

Im VN-Gespräch stellte Franz Rüf Anfang des Jahres dann das Projekt vor, und Ende Februar gab es in Hörbranz eine Informationsveranstaltung dazu. Jetzt legen die Projektbetreiber nach und stellten eine Ausstellung vor, die auf dem Parkplatz des Klosters öffentlich zugänglich ist, und über das ambitionierte Vorhaben und die Zielsetzungen des Modells informiert.

Bei der Ausstellungseröffnung legte Vereinsobmann Franz Rüf den rund 60 Interessierten dar, dass es sich um ein Pilotprojekt handelt, bei dem erstmals in Vorarlberg ein gemeinwohlorientiertes, genossenschaftlich organisiertes Quartier für leistbares Wohnen geplant ist. Peter Steurer, der mit der Regionalentwicklung Vorarlberg die Ausstellung im Rahmen des LEADER-Projekts „Neue Nachbarschaft“ erstellt hat, und Architekt Wolfgang Fiel, der zum Thema „Mehr als ein Dach über dem Kopf“ referierte, lieferten weitere Informationen, die bei einer Führung durch die Ausstellung vertieft werden konnten. In dieser Ausstellung ist vieles allgemein gehalten, konkrete Aussagen zu den Planungen fehlen weitgehend, Schautafeln skizzieren das Vorhaben. Schematische Zeichnungen anstelle von Plänen umreißen Einzelheiten des Großvorhabens. Für weiterführende Inhalte wird auf die Projektwebseite verwiesen. Informationen sind per QR-Code auf den Ausstellungsbannern abrufbar und werden laufend ergänzt (www.regio-v.at/neue-nachbarschaft).

Rund 165 Wohnungen

Eckpunkte werden auch in einem Flyer sowie in einer kleinen Broschüre dargelegt: Geplant ist einerseits eine Überarbeitung und Sanierung des denkmalgeschützten Bestands und andererseits die Errichtung von Neubauten, insgesamt rund 165 Wohnungen, Infrastruktur wie ein Kindergarten, das Hotel Kloster 3000, eine zentrale Leitstelle oder ein Hofladen sind vorgesehen. Angedacht sind aber auch öffentlich zugängliche Gastronomie, Caféteria, Bibliothek oder Spielplätze und Naherholungsräume entlang des Ruggbachs. Unter den interessierten Besuchern war auch der designierte Hörbranzer Bürgermeister Andreas Kresser, der eifrig Gesprächstermine mit Fachleuten und Projektbetreibern vereinbarte, denn es gebe noch viel Gesprächsbedarf zu dem Großprojekt, hielt er im Gespräch mit der VN Heimat fest. STP