Alle 29 Stunden ein Wildunfall in Vorarlberg

Sechs Verletzte im Jahr 2019 durch Kollisionen mit Tieren auf Vorarlbergs Straßen.
Schwarzach In der Saison 2018/2019 ereignete sich auf Vorarlbergs Straßen laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) alle 29 Stunden ein Wildunfall (insgesamt 294 Wildunfälle). Österreichweit kamen insgesamt 75.476 Wildtiere in Folge einer Kollision mit einem Fahrzeug zu Schaden. Das bedeutet, dass sich auf Österreichs Straßen pro Stunde 8,6 Wildunfälle ereignen. “Verglichen mit den Vorjahren lag die Zahl der Wildunfälle in Österreich in der Saison 2018/2019 etwas über dem fünfjährigen Durchschnitt. Betrachtet man die Zahl der dabei verletzten Personen, so zeigt sich, dass hier im Fünf-Jahres-Vergleich ein Plus von 13 Prozent verzeichnet werden musste”, so der österreichische Versicherungsverband VVO. “Aus diesem Grund appellieren wir eindringlich an Fahrzeuglenker, in Wildwechselzonen besonders wachsam zu fahren.” Am häufigsten waren Wildunfälle mit Personenschaden in den letzten fünf Jahren in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark.
Gefährliche Dunkelheit
Besonders riskant für einen Wildunfall sind die Dämmerung sowie die Nachtstunden: In der Zeit zwischen 18 und 7 Uhr ereignen sich besonders viele Wildunfälle. Knapp 50 Prozent der Wildunfälle mit Personenschaden ereignen sich im Dunkeln, weitere elf Prozent in der Dämmerung.
Sechs von zehn Wildunfällen mit Personenschaden ereignen sich mit einem Pkw, bei jedem fünften Unfall (21 Prozent) ist ein Motorrad beteiligt. Getötetes Wild darf niemals mitgenommen werden – auch nicht zum Tierarzt. Vielmehr ist eine rasche und korrekte Meldung des Unfalls hilfreich, da so der zuständige Jagdaufseher hinzugezogen werden kann.