Projekt „biosphärenparkschule“ ab diesem Schuljahr im Großen Walsertal

Die Großwalsertaler Schulen entdecken die Natur als Lernraum.
Sonntag Ab dem heurigen Schuljahr haben sich alle Volksschulen des Großen Walsertals einem gemeinsamen Projekt angeschlossen: der “biosphärenparkschule“. Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt für die sechs Volksschulen im Tal, welches auch vom Land Vorarlberg gefördert wird. Das angebotene Programm basiert auf dem Landesprojekt „Vielfalter-Schule“ der inatura, welches um Inhalte rund um den Biosphärenpark ergänzt beziehungsweise adaptiert wurde. Konkret bedeutet dies, dass die Schulkinder acht Halbtage pro Jahr mit einem Naturführer draußen in der Natur verbringen.
Lebensnaher Zugang
„Die Inhalte sind jeweils auf den aktuellen Lehrplan abgestimmt, außerdem wird immer ein Bezug zur Heimatgemeinde und der Biosphärenparkregion Großes Walsertal geboten. Es geht also nicht nur um ‚nette‘ Zugaben im Schuljahr, sondern darum, gemeinsam mit den Lehrpersonen über einen fachübergreifenden Ansatz des Unterrichts die Lehrplanziele zu erfüllen“, erklärt Anna Weber, Geschäftsführerin des Biosphärenparks Großes Walsertal.
Die Themeninhalte hierfür wurden gemeinsam vom „Vielfalter“-Team der inatura Dornbirn und dem Biosphärenpark-Management ausgearbeitet. Die inhaltlichen Schwerpunkte der „biosphärenparkschule“ liegen bei den Großlebensräumen des Biosphärenparks mit seinen Kernzonen in Wald, Wiese, Wasser und Gebirge. In vertiefenden Modulen werden zusätzlich die Themen Siedlungsraum, also Pflegezonen des Biosphärenparks, sowie Moorgebiete im Gesamtkonzept integriert. Aber auch die Partner in der Region werden eingebunden. „In Spezialmodulen wird beispielsweise ein Bauernhof, ein Waldaufseher oder ein Imker besucht. Auf diese Weise werden naturkundliche Themen sehr lebensnah vermittelt“, führt Anna Weber weiter aus.
Viele positive Aspekte
Im Gesamtkonzept des Projekts „biosphärenparkschule“ sind außerdem die Teilnahme an der „energiewerkstatt.schule“, der regelmäßige Besuch der „Klima verbündet“-Erlebnis-Ausstellung sowie die Rezertifizierung des Umweltzeichens vorgesehen, mit dem alle Schulen der Region bereits ausgezeichnet worden sind. „Ein Unterricht, der direkt in der Natur stattfindet, bringt nachweislich viele positive Aspekte mit sich. So können das Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensweise und das Umweltbewusstsein gesteigert werden. Dadurch erfolgt eine intensivere Bindung zur eigenen Heimat“, betont Weber.
Eltern nachhaltig beeinflussen
In weiterer Folge werden auch die Eltern und die weiteren Bezugspersonen nachhaltig beeinflusst – die Eltern als die wichtigsten Partner des Biosphärenparks der Gegenwart und die Kinder als Zukunftsträger der Region. BI