Neues Paradies im Kneippschen Stil

Vorarlberg / 12.09.2020 • 08:15 Uhr
Der neue Kneipp-Garten Alfenz beinhaltet ebenfalls ein Amphitheater, einen Barfußweg, einen Kräuter-, und Obst- und Beerengarten, ein Insektenhotel und einen Bienenstock. <span class="copyright">mek</span>
Der neue Kneipp-Garten Alfenz beinhaltet ebenfalls ein Amphitheater, einen Barfußweg, einen Kräuter-, und Obst- und Beerengarten, ein Insektenhotel und einen Bienenstock. mek

In Klösterle entsteht in Kooperation der neue Kneipp-Garten Alfenz.

klösterle Bereits Mitte Mai wurde mit der Realisierung des neuen Kneipp-Gartens, einem Projekt von Tourismusverein Klösterle mit Unterstützung der Gemeinde Klösterle, auf dem Gelände des in die Jahre gekommenen Minigolfplatzes der Gemeinde begonnen.

Zahlreiche Mitglieder des Vereins sowie freiwillige Helfer trugen durch ihre Mitarbeit dazu bei, dass die Erdarbeiten vor dem Winter abgeschlossen werden konnten und auch das Setzen der vielen verschiedenen Pflanzen und Kräuter bereits erfolgte.

Kneipp und die fünf Säulen

Im Mittelpunkt dieses Gartens steht ein rundes Kneippbecken, zu welchem die Fünf-Säulen-Philosophie von Sebastian Kneipp hervorragend passt: So spiegelt sich das Element Wasser als Vermittler natürlicher Lebensreize, zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, Stärkung der Selbstheilungskräfte, Verbesserung des Körperbewusstseins im Kneippbecken wider.

Die im Kräutergarten gepflanzten Heilpflanzen, vorzugsweise heimische, stehen wiederum für eine verantwortliche Selbstbehandlung. Das Element Ernährung wird unter dem Motto „vielseitig, vollwertig, frisch, naturbelassen, regional und saisonal“ in den Restaurants in der Umgebung geboten.

Bewegung und Lebensordnung

Auch steht die Kneippsche Säule Bewegung, sinnvoll und dosiert angewendet, im Fokus des neuen Projekts: Verschiedene Bewegungsformen wie Wandern, Schwimmen, Radfahren, Joggen, Gymnastik oder Skilanglauf sind in der Umgebung möglich. Letztlich wurde die Säule Lebensordnung berücksichtigt – diese wird durch Entspannungsmethoden oder Atemtraining und auch Yoga erreicht – in diesem Sinne sollen etwa Yoga-Kurse im Garten stattfinden.

Amphitheater, Barfußweg und Co.

Auch das kleine, aufwendig gestaltete Amphitheater sticht auf dem neu gestalteten Gelände ins Auge. Daneben plätschert ein kleiner Wasserfall, zudem verläuft ein Bächlein durch einen Teil des Geländes. In Zukunft soll der Garten lauschige Plätzchen zum Erholen bieten; auch die hautnahe Naturerfahrung liegt ganz im Fokus des Projekts. So gibt es für die ganze Familie viel zu entdecken – sei es beim Barfußweg oder im Kräuter-, Obst- und Beerengarten. Aber auch das Insektenhotel und der Bienenstock sowie die Schmetterlingswiese laden zum Staunen ein.

Hohe Eigenleistung

Die Kosten für dieses kleine Paradies belaufen sich bis dato auf 30.000 Euro – dies bei bisher 1500 ehrenamtlichen Arbeitsstunden, erbracht von den Mitgliedern des Tourismusvereins, Nachbarn und Unternehmern. „Mit der Schaffung des Kneipp-Gartens Alfenz wird ein attraktiver, mehrere Generationen übergreifender Ort für Alt und Jung für heimische Besucher als auch für unsere Gäste geschaffen,“ so Bürgermeister Florian Morscher.

Nun gilt es noch die Restarbeiten, welche im kommenden Jahr erledigt werden, abzuwarten. Aber jetzt schon überzeugt der Kneipp-Garten Alfenz optisch sehr und ergibt mit dem renovierten Skivereinshüsle (nun Basis der OASE-K77) ein Bild im Schattenhalb. MEK