Vandans schwelgte in Erinnerungen

Vorarlberg / 10.09.2020 • 11:18 Uhr
Der Vortrag anlässlich des 110. Jahrestages der Hochwasserkatastrophe von 1910 stieß in Vandans auf sehr großes Besucherinteresse.<span class="copyright">STO</span>
Der Vortrag anlässlich des 110. Jahrestages der Hochwasserkatastrophe von 1910 stieß in Vandans auf sehr großes Besucherinteresse.STO

Vortrag und Ausstellung anlässlich des 110. Jahrestags der Hochwasserkatastrophe von 1910.

Vandans Der Kulturausschuss der Gemeinde Vandans hatte anlässlich der 110. Wiederkehr des Ereignisdatums der katastrophalen Hochwasserereignisse von 1910 kürzlich einen Vortragsabend und eine Ausstellung in der Rätikonhalle organisiert.

Anschaulich und interessant

„Unser Dank gilt den Vortragenden Rudolf Sagmeister sowie DI Wolfgang Schilcher und seinen Mitarbeitern, die zusätzlich zu ihren Vorträgen eine sehenswerte Ausstellung mit zum Teil historischen Bildern organisiert haben.“ Mit diesen Worten eröffnete Vizebürgermeister Peter Scheider vom Kulturausschuss den besonderen Gedenkabend in der voll besetzten Rätikonhalle. Sagmeister präsentierte im Anschluss eine Rückschau auf die Abläufe der tragischen Ereignisse von 1910, die innerhalb weniger Stunden für die Zerstörung von mehr als der Hälfte der damaligen Gebäude von Vandans gesorgt hatten. „Wie durch ein Wunder gab es kein einziges Todesopfer zu beklagen und dies, obwohl der Rellsbach auf über 100 Hektar rund eine Million Kubikmeter Schotter im Ortszentrum von Vandans abgelagert hatte,“ unterstrich Sagmeister mit historischen Bildern das enorme Ausmaß der Katastrophe.
Nach der Pause erklärte Wolfgang Schilcher, Gebietsbauleiter der Wildbach und Lawinenverbauung Bludenz, die Baumaßnahmen im Rellsbach und seinen Zubringern zum Schutz von Vandans an Hand von aktuellen und historischen Unterlagen. „Die Baumaßnahmen hatten bereits um 1901 begonnen, waren aber zum Zeitpunkt des Ereignisses von 1910 noch nicht bzw. nur unzureichend fertiggestellt“, so der Diplomingenieur in seinem Vortrag.

Ausstellung noch bis Freitag

Die Ausstellung im Foyer der Rätikonhalle kann noch bis Freitag besichtigt werden.
Die Ausstellung im Foyer der Rätikonhalle kann noch bis Freitag besichtigt werden.

Aktuell wird das neueste Projekt umgesetzt, das eine Vergrößerung des Ablagerungsraums sowie des Abflussbereichs im Bereich der Dorfstraße inklusive dem Bau einer neuen Brücke vorsieht. „Dieses Projekt sowie die reproduzierten Aufnahmen von verschiedenen Ereignissen aus dem letzten Jahrhundert können sie noch bis Freitag, 11. September, von 14 bis 17 Uhr im Foyer der Rätikonhalle besichtigen“, lud der Gebietsbauleiter die Zuschauer abschließend zur Ausstellungseröffnung ein. STO