Streit um Parkplätze am Dornbirner Bahnhof

Hausgemeinschaft in der Bahnhofstraße fühlt sich von der Stadt über den Tisch gezogen.
Dornbirn Von offizieller Seite wird in Dornbirn die Fertigstellung des Umbaus der unteren Bahnhofstraße gelobt und als Meilenstein einer modernen Verkehrsentwicklung gepriesen. Allerdings könnte es ein böses Erwachen geben. Anrainer stellen der Stadt für Erhaltungsmaßnahmen ihrer privaten Parkplätze eine stolze Summe in Rechnung.
Die Bauarbeiten in der unteren Bahnhofstraße neigen sich, wie ausführlich berichtet, dem Ende zu. Das Projekt wird von der Stadtplanung als notwendiger Schritt zur Verkehrsberuhigung im Bahnhofquartier bezeichnet. Allerdings werden auch über 20 private Parkplätze beim Wohnhaus Bahnhofstraße 26-28 in das Projekt eingezogen, und zwar ohne generelle Zustimmung der Bewohnerinnen und Bewohner. Das bringt Miteigentümer Andreas Eggler, der betont, im Namen vieler Wohnungsbesitzer zu sprechen, auf die Palme. Er und seine Mitstreiter im sogenannten Bahnhofhochhaus verweisen darauf, dass die Stadt die hauseigenen Abstellplätze vor Jahren zur Kurzparkzone erklärt hat und dafür seit 1991 Parksünder kräftig zur Kassa gebeten habe. Laut Eggler würde dieses Geld dem Straßenerhalter zukommen, und das sei eben die Hausgemeinschaft. „Aber alle seit diesem Zeitpunkt eingehobenen Strafgelder, und das sind in den fast 30 Jahren Kurzparkzone mehrere 100.000 Euro, hat die Stadt nicht an die Eigentümer ausbezahlt, sondern widerrechtlich einbehalten.“
Die von Eggler vertretenen Miteigentümer kritisieren nun ein „unehrliches Vorgehen“ der Stadt Dornbirn, das sie nicht hinnehmen wollen. Sie fordern die Ausbezahlung der eingehobenen Strafgelder samt Zinsen an die Hausgemeinschaft als Besitzerin der Parkplätze. Falls erforderlich würden rechtliche Schritte gegen die Stadt eingeleitet, schließt Eggler gerichtliche Maßnahmen nicht aus. HA