Höchst auf dem Weg zur Klimaneutralität

Gemeinde setzt auf umweltfreundliche Projekte wie Radwegausbau oder neue Blumenwiesen.
Höchst Mit einer Reihe konkreter Maßnahmen steuert die Gemeinde Höchst auf das Ziel Klimaneutralität zu. Der Höchster Bürgermeister Herbert Sparr und der für Raumplanung und Verkehr zuständige Gemeinderat Markus Bacher verweisen auf eine mittlerweile stattliche Anzahl von Initiativen und Maßnahmen der Gemeinde in Sachen Klimaschutz.
Bürgermeister Herbert Sparr: „Die zum Teil extremen Wetterlagen im Sommer wie im Winter betreffen nicht mehr nur ferne Länder, sondern auch unsere Region. Es ist mir daher ein großes Anliegen, dass wir – im Rahmen der Möglichkeiten einer Gemeinde – diesem Trend entgegenwirken.“ Diesem Gedanken entsprechend hat die Rheindelta-Gemeinde in den letzten Jahren zahlreiche Initiativen gesetzt.
Einstimmige Beschlüsse
Gemeinderat Markus Bacher, e5-Teamleiter: „Ich bin sehr froh, dass wir in unserer Gemeinde sämtliche Beschlüsse in diesem Bereich einstimmig fassen konnten. Das zeigt, dass das Bewusstsein für mehr Klimaschutz über alle Parteigrenzen hinweg vorhanden ist.“
LED-Leuchtkörper, neuer Radweg
So wurde etwa die komplette Straßenbeleuchtung in Höchst ausgetauscht. 1200 LED-Leuchtkörper erhellen jetzt die Straßen der Gemeinde. Auch ohne eigenes Auto ist man in Höchst mobil. Den Einwohnern stehen dafür zwei Elektroautos im Rahmen des Programms „Car-Sharing“ zur Verfügung. Weiters wird in den nächsten Monaten auch mit dem Bau einer eigenen Busspur ab dem „Blum-Werk2“ bis zum „Brugger-Loch“ und der Verbreiterung des Fahrradwegs begonnen.
Photovoltaik, Passivhaus-Standard
Die meisten öffentlichen Gebäude sind in Höchst mit Photovoltaik-Anlagen ausgerüstet. Zudem wird der Grundsatz verfolgt, dass bei Geräteanschaffungen durch die Gemeinde jeweils die ökologisch sinnvollere Option vorgezogen wird. So entschied man sich etwa beim Ankauf des neuen Transporters des Bauhofs für ein Elektroauto. Neubauten wie die VS-Unterdorf, das Sozialzentrum mit den Häusern „füranand“ und „mitanand“ wurden im Passivhaus-Standard errichtet. Komplett erneuert und auf den neuesten ökologischen Standard gebracht wurde auch die Heizanlage der VS Kirchdorf.
Neue Blumenwiesen
Die Höchster Klimainitiative umfasst auch das Mittagessen der Kinder und Schüler. Die Gemeinde hat sich vorgenommen, bis 2025 mindestens 50 Prozent Regionalität und 30 Prozent Bioanteil bei der Zubereitung der Essen für die Kinder zu erreichen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird auf viel Information und Aufklärung gesetzt. Damit verbunden ist auch die Einbeziehung der Höchster Landwirte und ihrer Produkte. Im Folder „Vielfalt im Rheindelta“ steht, welche bäuerlichen Produkte wo zu erhalten sind. Klimainitiative bedeutet in Höchst aber auch, die öffentlichen Grünflächen verstärkt in insektenfreundliche Blumenwiesen zu verwandeln. Die ersten Versuche sind angelaufen. Weitere werden folgen.