VP Dornbirn nimmt Skaterplatz, Markthalle und VS Forach ins Visier

Vorarlberg / 07.09.2020 • 20:00 Uhr
VP Dornbirn nimmt Skaterplatz, Markthalle und VS Forach ins Visier
Die Spitzenkandidaten der Dornbirner Volkspartei präsentierten sich am Montag vor der Volksschule Haselstauden. VN/PES

Andrea Kaufmann und Dornbirner VP positionieren sich vor der Wahl.

Dornbirn Die Pressekonferenzen wahlwerbender Parteien finden coronabedingt nun meist im Freien statt, und die Kandidaten wählen die jeweiligen Kulissen mit Bedacht. Die Opposition verkündet ihre Themen gerne an Orten, die die Probleme eines Ortes illustrieren, die Amtsinhaber laden gerne zu Stätten, die ihre eigene Erfolgsbilanz herausstellen sollen. So präsentierte die Dornbirner Volkspartei um Bürgermeisterin Andrea Kaufmann ihre Kandidaten für die Gemeindewahl am kommenden Sonntag am Platz vor der Volksschule Haselstauden. Hier entstand nicht nur eine neue Schule, das alte Gebäude soll einer Veranstaltungs- und Turnhalle noch weichen, die alte Turnhalle einem Kinderhaus.

Neben Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, die die 40 Prozent Frauenanteil auf der 72 Kandidaten umfassenden Liste hervorhob, treten drei amtierende Stadträte sowie eine Neueinsteigerin in den Top fünf an. An Platz zwei gereiht geht Digitalisierungs- und Sportstadtrat Julian Fässler (34) ins Rennen. Der ehemalige Landtagsabgeordnete versprach, man werde „das Sportstättenkonzept konsequent abarbeiten“. In naher Zukunft stehen vor allem neue Tribünen und Umkleiden in der Eishalle an. „Wir werden die Halle dann viel besser nutzen können“, gab er an. Auch sei ihm der Bahnhof besonders wichtig, „breiter, heller und sicherer“ wird die in diesen Tagen fertiggestellte Bahnhofstraße, Sicherheit verspreche auch die neue Polizeistation.

„Die neu gestaltete Bahnhofstraße wird breiter, heller und sicherer.“

Julian Fässler
Stadtrat

An dritter Position auf der VP-Liste geht wieder Marie-Louise Hinterauer ins Rennen, die das Großprojekt Volksschule Haselstauden hervorhob, aber auch die angedachte Volksschule Forach. „Der Sprengel wurde bereits genehmigt“, verkündete sie, „die Schule Forach soll andere Schulen entlasten.“

Stadtrat Alexander Juen hob die Notwendigkeit leistbaren Wohnraums hervor, wie auch Jugend und Jugendbeteiligung. „Wir prüfen derzeit zwei Standortideen für einen neuen Skaterplatz und werden das Projekt nächstes Jahr umsetzen“, erklärte er. Juen ließ jedoch durchblicken, dass der Standort Hermann-Gmeiner-Park im Hatlerdorf der wahrscheinlichere ist. „Auch Gespräche mit Vertretern der Skaterszene haben das ergeben“, so Juen.

Neu auf der Liste ist Karin Feurstein-Pichler. Hautberuflich beim Energieinstitut angestellt, will sie sich auch in der Lokalpolitik Energiethemen widmen, auf Radwege und Öffis setzen und die Maßnahmen des e5-Projekts weiter verbessern.
An einem von der Opposition mehrfach als unnötig gegeißelten Thema will die VP weiter festhalten, nämlich einer Markthalle. Doch ein definitiver Standort, Zeitplan oder Konzept stehen nicht fest. Die Bürgermeisterin versicherte jedoch: „Die Planungen laufen im Hintergrund weiter.“