Klaus: Naturlehrpfad als Wahlkampfgeschenk

Auf ungewöhnliche Werbung setzt die grüne Liste „Klaus blüht“ rund um Bürgermeisterkandidaten Reingard Hensler.
Klaus In der Vorderland-Gemeinde Klaus haben die Wähler heuer viel Auswahl. Fünf Listen treten zur Wahl an, dazu kommen zwei Bürgermeisterkandidaten. Da gilt es aufzufallen. Das gilt auch für “Klaus blüht” – die dezidiert Grüne Liste ist nämlich neu und mit “lebenswertes Klaus”/Grüne gibt es eine zweite grüne Wahlliste. Reingard Hensler (58), Spitzenkandidatin von “Klaus blüht”, tritt zudem gegen den Spitzenkandidaten der Volkspartei, Simon Morscher (28), bei der Bürgermeisterdirektwahl an. Dabei setzt man auch auf ungewöhnliche Werbemaßnahmen, wie Schaufensterpuppen. Die haben einiges Aufsehen erregt, weil Vandalen sie wiederholt beschädigt haben. Es gibt aber auch einen eigens eingerichteten Naturlehrpfad für Klaus. „Mit unserem Naturlehrpfad bieten wir den Klausern Unterhaltung und Information und greifen dabei grüne Kernthemen auf“, erklärt Hensler die Idee. Man wolle zeigen, dass man wertvolle Beiträge für die Gemeinde auch ohne großes Budget realisieren kann: „Mit Kreativität und Engagement kann man genauso Wertvolles leisten“, ist die Ärztin überzeugt.

Der Rundweg durch Klaus umfasst acht mit “Klaus blüht” gebrandete Stationen, sowohl im, in der Gemeinde seit Jahrzehnten viel diskutierten, Tschütsch als auch im Zentrum und am renaturierten Klusbach. Zudem gibt es eine Station am prämierten Garten der Schwiegereltern der Bürgermeisterkandidatin. Hensler wird am Sonntag, 6. September, ab 15 Uhr einen Teil des Pfades gemeinsam mit ihrem Team und mit Interessierten abgehen. „Wir wollten auf große Veranstaltungen verzichten“, erklärt sie, „aber wir denken, dass das ein guter Weg ist, unter Einhaltung von Abstand und in der frischen Luft unser Programm zu präsentieren.“ Der Start erfolgt bei der Alten Weinpresse und führt hinunter durch die von “Klaus blüht” vorgeschlagene Begegnungszone. Die Ärztin glaubt, dass sie durchaus Chancen hat. „Wir haben die Zeit gut genützt“, erklärt sie. „Ich glaube, es gibt eine realistische Chance, auch wenn die Volkspartei traditionell sehr stark ist.“
Ablaufdatum am Wahlsonntag
Der Pfad ist als Wahlwerbung konzipiert, deshalb kann er bis zur Wahl rechtlich recht einfach errichtet werden. Danach muss er voraussichtlich wieder abgebaut werden. „Wir hoffen aber, dass wir hier vielleicht etwas Dauerhaftes daraus machen können“, erklärt Hensler, dass die Idee eines Naturlehrpfades mit dem Wahlsonntag nicht abgebaut und in der Schublade verschwinden soll.