Dornbirner Genossen wollen 20 Prozent

SP will zweitstärkste Kraft im Stadtparlament bleiben.
Dornbirn Die Dornbirner SP verjüngt sich: Stadtrat Gebhard Greber und auch Stadtvertreterin Gabriele Sprickler-Falschlunger kandidieren nur noch weit hinten auf der Liste, nun haben die Dornbirner Genossen ihr neues Spitzenquartett für die Gemeindewahl am Sonntag, 13. September, vorgestellt. Der Älteste dieser Gruppe ist der 40-jährige Spitzenkandidat Markus Fässler, seine Mitstreiter sind in ihren 30ern. Coronabedingt sind derzeit Orte im Freien für Pressekonferenzen äußerst beliebt, so luden die Genossen zur Arena Höchsterstraße, da „dieses Projekt für uns ein sehr wichtiges ist“, wie Fässler betonte. Dort sollen in den kommenden Jahren eine Eislauffläche, ein Jugendzentrum, eine Trendsporthalle und eine neue Polytechnische Schule entstehen. Letztere hob Schulstadtrat Fässler hervor, da die derzeitige Lösung an den beiden Standorten Lustenauer Straße und ehemalige Stadthalle sehr unbefriedigend sei. Er zog eine Attacke auf die ÖVP nach, die das Projekt immer wieder verzögere. Sollte die Volkspartei die absolute Mehrheit im Stadtparlament zurückgewinnen, werde das Projekt Arena Höchsterstraße womöglich nicht verwirklicht, so die Befürchtung der Sozialdemokraten.
Fest der Kulturen
Neben Fässler kandidiert auf Platz vier die 37-jährige Banu Sevgi. Die Kanzleileiterin am Bezirksgericht Bregenz hat sich unter anderem vorgenommen, die Sprachförderung an Schulen auszubauen, um Chancengleichheit zu schaffen, und ein Fest der Kulturen aufzubauen, „als jährliches Ereignis am Marktplatz“, sagt Sevgi. In Zeiten hoher Mieten möchte sie den Wohnungstausch erleichtern, etwa wenn sich Eltern erwachsener Kinder verkleinern wollen.
Dominik Steinwidder (36), seit 2010 Stadtvertreter, wiederholte die SP-Forderung nach einem Sportstättenkonzept. „Ein solches Konzept wurde immer wieder versprochen“, erklärte er. Auf seiner Agenda stehen weitere Sportinvestitionen wie neue Kabinen beim DSV oder ein Kunstrasenplatz für die Admira und die Gestaltung von Stadtteilzentren.
20 Prozent halten
Der an Platz zwei gereihten Severine Engel (35) geht es vor allem um den Ausbau schulischer Infrastruktur. „Bei Homeschooling muss jedem Schüler ein Computer oder Laptop zur Verfügung stehen“, forderte sie. Zudem sollen die Öffnungszeiten der Kinderbetreuung ausgeweitet werden, etwa von sieben bis 19 Uhr, so die zweifache Mutter. In Zahlen ausgedrückt, hoffen die Genossen, am Wahlsonntag wieder 20 Prozent der Stimmen zu erreichen und zweitstärkste Kraft in der Dornbirner Stadtvertretung zu bleiben. Die absolute Mehrheit der ÖVP wollen sie so verhindern.