Microsoft Flight Simulator: Flugabenteuer mit Schönheitsfehlern

Auch wenn der Microsoft Flugsimulator die gesamte Welt per Satellitenbilder nachbaut, gibt es im Detail doch so manchen Schnitzer.
Man muss gestehen, wenn man Darstellungsfehler an einem Flugsimulator, der die gesamte Weltkugel durch Satellitenbilder nachbaut, kritisiert, jammert man auf hohem Niveau. Der Microsoft Flight Simulator 2020 trumpft mit der offenen Welt, realistischem Wetter und hochwertiger Grafik auf. Wo das Programm Straßen erkennt, fahren sogar Fahrzeuge und füllen die Welt mit Leben. Dass im Detail nicht immer alles richtig läuft, mag man da verzeihen. Schade ist es dennoch.
Eine Seebühne unter Wasser
Gerade besondere Gebäude oder jene mit ungewöhnlicher Architektur machen es dem Flight Simulator schwer. Die Seebühne inklusive Tribüne war dem Programm zu viel, sie sind nur eine bunte Fläche im Bodensee. Gleiches gilt auch für Parkplätze wie das Seestadtareal oder für die Container am Güterbahnhof Wolfurt.


Karren ohne Seilbahn
Dass sich ein Gebäude am Karren befindet, ist auch dem Flight Simulator dank des verwendeten Bing-Kartenmaterial klar. Worum es sich dabei handelt jedoch nicht. Aus der Bergstation wurde ein Berghotel. Ein vergleichbares Schicksal trifft das Panoramahaus. Dieses muss ganz ohne dem Hochhaus auskommen, die Turm-Struktur fehlt vollständig.


Eine Basilika ohne Kirche
Dass im Zweifel jedes Gebäude ein Wohnblock wird, zieht sich durch. Kirchen erkennt das Spiel meist nicht sonderlich gut, diese werden daher nur als Bodenmuster dargestellt. Die Basilika in Rankweil wird damit schnell zum hoch gelegenen Wohnblock.


Wer nun erwartet, dass es die Schattenburg oder das Montforthaus in Feldkirch besser getroffen hat, wird leider enttäuscht. Es hilft, zuerst das Montforthaus zu suchen, der helle Wohnblock direkt über dem Flugzeug. Die Schattenburg ist der gedrückte, graue Wohnblock darüber.


Nicht enttäuscht wird jedoch, wer realistische Wasserläufe, Wälder und Berglandschaften schätzt. Diese sind bis auf einige vereinzelte Berghänge überzeugend getroffen, die Kanisfluh lässt sich ebenso leicht finden wie in der echten Welt.


Dafür hat aber das Bergdorf Lech etwas von seinem Zauber eingebüßt, wie auch das Zentrum von Hohenems rund um den Palast. Man muss aber dem Spiel auch zugestehen, dass wir weit tiefer über Vorarlberg flogen als es in der realen Welt erlaubt wäre und wohl auch die meisten Hobby-Piloten tun würden.

