Eine Macherin übernimmt die Bludenzer Brotbar

Djessika Boyanova wird die Brotbar am Postplatz als Café in die Zukunft führen.
Bludenz Den Besuchern der Brotbar in Bludenz fiel in den letzten Monaten immer wieder Djessika Boyanova auf – und zwar sehr positiv. Stets mit einem Lächeln und einem lockeren Spruch bekam man von ihr ein Getränk oder ein kleineres Gericht serviert. Dass sie ihren Beruf liebt, ist ihr anzumerken. Nicht zuletzt wegen ihrer offenen Art, auf Menschen zuzugehen und jeden einzelnen Gast aufmerksam zu betreuen, hat die Brotbar inzwischen viele Stammgäste. „Ich arbeite seit acht Monaten in der Brotbar, nach drei Monaten übernahm ich bereits die Filialleitung. Als mein Chef Wilfried Begle, der bisherige Betreiber, mich vor Kurzem gefragt hat, ob ich das Café nicht übernehmen wolle, habe ich nicht lange überlegt und gleich zugesagt“, zeigt sich die junge Bludenzerin ambitioniert. Die Brotbar wird nunmehr ab 1. September von ihr als Café am Postplatz weitergeführt.
Leidenschaft für Gastgewerbe
Die Begeisterung für die Arbeit in der Gastronomie entdeckte sie im Rahmen ihrer Lehrzeit als Restaurantfachfrau beim Berger Hof in Bartholomäberg: „Anfangs war ich noch nicht so ganz überzeugt von meiner Berufswahl. Aber mir wurde so vieles gezeigt und ich durfte in den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten, dass mich die Leidenschaft für das Gastgewerbe einfach gepackt hat.“ Nach der Lehrzeit folgte eine zweijährige Tätigkeit beim Alpengasthof Muttersberg: „Dort habe ich das Springen gelernt. Wir hatten oft sehr viele Gäste, alles musste schnell gehen.“ Weitere Stationen waren das Gastropub Widos und das Restaurant Da Pino in Bürs: „Bei jeder Arbeitsstelle habe ich viel dazugelernt. Im Widos war ich beispielsweise Servicechefin. Da bekam ich erstmals die Chance, alles selbstständig zu koordinieren und völlig eigenständig zu arbeiten. Das hat mir sehr gut gefallen!“
Viel Unterstützung
Nun wagt die sympathische Gastronomin den Schritt in die Selbstständigkeit – mit erst 22 Jahren – und zeigt sich sehr zuversichtlich: „Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass das Café am Postplatz laufen wird. Da habe ich überhaupt keine Bedenken. Von meiner Familie bekomme ich sehr viel Unterstützung, insbesondere von meiner Mutter und meiner Schwester Florinta. Auch mein Lebensgefährte Pascal hilft mir sehr, er bietet mir sehr viel Rückhalt. Gerade in den Tagen vor der Übernahme, war ich sehr froh um jede Hilfe, die ich erhalten habe.“ Im Zuge der Neuübernahme wurden ein paar kleinere Adaptierungen vorgenommen. Es sei ihr wichtig, den zentral gelegenen Gastronomiebetrieb als Café zu führen, obwohl mit dem langen Bartresen das Lokal eher einen Barcharakter aufweist.
Die Speisekarte werde umgestaltet und erweitert, wobei der Fokus nach wie vor auf Imbissen liegt: „Ich lasse es langsam anlaufen. Aber ich habe schon ein paar Neuerungen vor. Ab November wird es ab 18 Uhr auf dem Vorplatz einen Glühweinstand geben, der mit einem Heizstrahler gewärmt wird. Dieser wird bis in den Jänner hinein geöffnet sein. Im Sommer werden auch wieder verschiedenste Konzerte zu sehen sein, die letzten Veranstaltungen waren ja sehr gut besucht und ich finde es schön, wenn der Postplatz belebt ist.“
Erzählt die aufgeschlossene Gastronomin von ihren Vorhaben, sprüht sie förmlich vor Begeisterung: „Die Umsetzung von Ideen liegt mir. Ich bin eher die Macherin. Herumsitzen und jammern – das ist nicht meins. Ich freue mich wirklich sehr, nunmehr das Café am Postplatz betreiben zu können. Mein Beruf ist mein Hobby und meine Leidenschaft! Ich liebe es, mich mit Gästen unterhalten zu können und mit ein bisschen Humor auch aufmuntern zu können. Mit einem Lächeln geht alles einfach besser!“ BI