Mehr Platz für Generationen in Weiler

Pläne für Mehrgenerationenhaus überarbeitet.
Weiler Bei dem gemeinsamen Projekt mit Weiler Grundstücksbesitzern plant die Gemeinde ein Gebäude mit Kleinkindbetreuung, barrierefreiem Wohnraum und günstigen Starterwohnungen zu errichten. Das Mehrgenerationenhaus wurde in den letzten Monaten in enger Zusammenarbeit der Architekten und Grundstücksbesitzer mit der Gemeinde und den Kindergartenpädagoginnen erarbeitet. Die Grundstücksbesitzer wollten die Fläche nicht einer privaten Nutzung zuführen, sondern ein gemeinnütziges Projekt erarbeiten. So entsteht nun ein Gebäude mit Kleinkindbetreuung im Erdgeschoß und neun Wohnungen sowie einem begrünten Dachgarten für die Hausbewohner.
Erdgeschoß für Kinderbetreuung
„Die Finanzierung der Kleinkindbetreuung ist aufgrund der großzügigen und bereits in Aussicht gestellten Förderungen seitens Bund und Land derzeit besonders günstig. Die Idee, Wohnen und Kleinkindbetreuung zu verbinden, hat uns von Anfang an gefallen. Durch die enge Einbindung der Kindergartenpädagoginnen entsteht hier eine hochmoderne Einrichtung, die unsere Elementarpädagogik auf völlig neue Beine stellt“, zeigt sich Bürgermeister Dietmar Summer hocherfreut über das zukunftsweisende Projekt. Das gesamte Erdgeschoß mit ca. 550 Quadratmetern zuzüglich Grünflächen steht der Kleinkindbetreuung zur Verfügung. Drei Gruppenräume, die optimal für den laufenden Betreuungsbetrieb angeordnet sind, Aufenthaltsraum und eine Grünfläche rund um das Haus werden entstehen. Der Essraum kann vom daneben liegenden Kindergarten, von außen zugänglich, für den Mittagstisch genutzt werden. Die eingeschoßige Kleinkindbetreuung ermöglicht es zudem, für die Hausbewohner eine begrünte Dachterrasse zu bilden und damit natürliches Licht von oben in den Flur der Kleinkindräumlichkeiten zu bringen.
Im Zuge der Errichtung soll auch die Verbindung von der Gehrenstraße zur Walgaustraße für Fußgänger und Radfahrer umgestaltet und verbreitert werden, um kürzere Wege und eine attraktivere Verbindung ohne Auto zu schaffen.
Ausnahmegenehmigung
Nach dem positiven Beschluss der Gemeindevertretung im Juni brachten die Architekten im Juli eine abgeänderte Variante der ursprünglichen Pläne ins Spiel, die sowohl den Gemeindevorstand als auch den Gestaltungsbeirat vollends von ihrer Attraktivität überzeugte. Die neue Variante bietet Platz für eine zusätzliche Wohnung, was wiederum den Quadratmeterpreis drückt. Bei der Kleinkindbetreuung ändert sich hingegen nichts, bis auf mehr Lichteinfall durch die begrünte Terrasse.
Um das überarbeitete Projekt jedoch verwirklichen zu können, wurde ein weiterer Beschluss der Gemeindevertretung notwendig, da eine Erhöhung von Baunutzzahl und Geschoßhöhe erforderlich war. Dabei ging es um 2,78 Meter, die das Gebäude nun höher werden wird. Die Gemeindevertretung von Weiler entschied sich mit drei Gegenstimmen für den neuen Entwurf. Bei der Gemeindevertretersitzung waren eben insbesondere Bedenken über den Umgang mit Baunutzzahlerhöhungen und Geschoßerhöhungen diskutiert worden, da in den letzten Jahren in der Gemeinde schon Ausnahmegenehmigungen bei der Aufstockung der Volksschule und der Dorfmitte beschlossen wurden.