Röthner Treietstraße wird entschleunigt

Vorarlberg / 24.08.2020 • 09:00 Uhr
Röthner Treietstraße wird entschleunigt
Der Kreisverkehr, bei dem sich Walgau- und Treietstraße kreuzen, wird umgestaltet, um den Verkehr auf der Treietstraße zu entschleunigen. VN/SCHWEIGKOFLER

Verlegung von Kreisverkehr soll Tempo reduzieren und Verkehr beruhigen. Umsetzung 2022.

Sulz, Röthis Die Landesstraße 63, bekannter als (Röthner) Treietstraße, führt von der Industriezone Röthis westlich der Autobahn nach Röthis hinein. Die Straße trennt dabei stellenweise das Gemeindegebiet von Sulz und Röthis. Kurz vor Ende der Straße kreuzt die Treietstraße mit der Walgaustraße (L 50). “6500 Fahrzeuge am Tag nutzen laut Verkehrszählung die Straße”, schildert der Röthner Bürgermeister Roman Kopf. “Da sie teilweise mit hohem Tempo unterwegs sind, sorgt das für Mehrbelastungen für die Anrainer.” Die Anrainer sind vor allem auf der Röthner Seite zu finden, hier gibt es im Bereich vor der Einmündung in den Kreisverkehr etwa 40 bis 50 Haushalte. Zudem müssen auch viele Schulkinder hier die Straße queren, um zur Mittelschule in Sulz zu gelangen. Der Wunsch nach einer Verbesserung ihrer Situation wurde bereits öfters geäußert.

Das soll nun auch passieren. Es gibt fertige Pläne für “verkehrsorganisatorische Maßnahmen”: Hinter dem sperrigen Titel verbergen sich einige bauliche Maßnahmen, die die Verkehrssicherheit erhöhen sollen und dabei aufgrund der anzunehmenden reduzierten Geschwindigkeiten auch für eine Lärmentlastung sorgen würden. “Derzeit ist von der Treietstraße beim Kreisverkehr ein fast geradliniges Durchfahren möglich”, erklärt Steffen Schröck von der Straßenbauabteilung beim Land. Durch einen Umbau der Seitenränder sowie durch das Anbringen einer Mittelinsel vor dem Kreisverkehr soll die Straße zukünftig so verschwenkt werden, dass das unterbunden wird. “Das Ziel ist das Verringern der Geschwindigkeiten im Zufahrtsbereich des Kreisverkehrs”, betont Schröck.

Außerdem wird ab der Einmündung der Kusterstraße in Richtung Kreisverkehr ein 100 Meter langer Fahrradstreifen errichtet. Dazu wird beim Vogewosi-Neubau in Sulz (ehemals Fricco) der Straßenraum erweitert, im Zuge der Arbeiten wird auch der Gehsteig erneuert. Als dritte Maßnahme nennt Schröck eine neue Linksabbiegespur zur Kusterstraße. Die Kosten der Maßnahmen beziffert Schröck mit geschätzten 740.000 Euro, die Gemeinden Sulz und Röthis werden sich hier beteiligen, ein Kostenschlüssel liegt aber noch nicht vor.

Wermutstropfen Baustart

Das Projekt war bereits vor der Corona-Krise weit fortgeschritten und sowohl Bürgermeister Kopf als auch sein Sulner Kollege Karl Wutschitz gingen ursprünglich von einer Umsetzung 2021 aus, da das so angedacht war. “Das Projekt wurde unter Berücksichtigung der derzeit nur beschränkt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel aktuell für den Finanzplan 2022 vorgesehen.” Bürgermeister Wutschitz betont aber, dass man vonseiten der Gemeinden Sulz und Röthis nach wie vor auf eine Umsetzung “so rasch wie möglich” drängt. Die Dringlichkeit sei für Röthis sicher noch höher, das Projekt werde aber jedenfalls von den beiden Gemeinden gemeinsam getragen.

Kopf sieht in der Verschiebung kein allzu großes Problem, erinnert aber das Land daran, dass es weitere Abschnitte gibt: „Wesentlich wichtiger für die Lebensqualität der Anrainer der Treietstraße ist jedoch, dass es bei der Umsetzung der geplanten Verkehrsberuhigungsmaßnahmen bei der Dorfeinfahrt (Kreuzung Alte Landstraße und Sickler/Haltestellenweg) zu keinen weiteren Verzögerungen kommt!“ Dieser Abschnitt des Gesamtprojektes sei für 2022 zugesagt worden, hier müsse die Planung abgeschlossen werden.