Millioneninvestition in die therapeutische Reithalle der Propstei St. Gerold

Heilbringende Oase wird in den kommenden Monaten runderneuert.
St. Gerold Der therapeutische Reitbetrieb ist ein zentrales Aushängeschild der Propstei St. Gerold und wird im ganzen Land geschätzt. Diese Wertschätzung zeigt sich auch darin, dass der gesamte Betrieb mit einem durchschnittlichen Jahresaufwand von mittlerweile rund 200.000 Euro vollumfänglich durch Spendengelder finanziert werden kann. In der Idylle des Großen Walsertals erden im Rahmen von rund 2000 Therapie-Einheiten jährlich Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit körperlichen, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen die heilsame Begegnung mit dem Pferd ermöglicht.
Bauliche Maßnahmen
23 Jahre nach der Errichtung des Pferdestalls und der Reithalle im Jahr 1997 stehen nun einige bauliche Investitionsmaßnahmen an. „Diese Sanierungs- und Adaptierungsmaßnahmen sind seit rund drei Jahren in Planung. Hauptgründe hierfür waren Baumängel, die zu beheben sind, sowie die Umstellung von Boxen- auf Offenstallhaltung der acht Pferde“, so der einstige Propst Pater Kolumban gegenüber den VN. Neben der Behebung besagter Baumängel sollen in den kommenden Monaten diverse Sanierungsmaßnahmen an der bestehenden Gebäudesubstanz erfolgen. Parallel dazu sich auch umfassende Adaptierungen im Stallgebäude sowie im Auslaufbereich vorgesehen.

Neben der Erneuerung der barrie-refreien Toiletten und der Aufstiegsrampe für die Patienten sind unter anderem auch der Einbau einer Regenwasserzisterne sowie einer automatischen Reitplatzbewässerung vorgesehen. Zudem soll es im Zuge der Arbeiten auch zur Sanierung der Sattelkammer sowie zur Neuerrichtung eines Arbeits- und Stauraums und eines Seminarraums kommen. Zu guter Letzt werden Reitplatz und -halle auch mit neuem Sand ausgestattet.
Eingeschränkter Betrieb
Für die Dauer der Arbeiten muss der Reitbetrieb stark eingeschränkt werden. So finden keine Intensivwochen statt. Auch das gewohnte Therapieangebot wird nicht aufrechterhalten werden können. Man sei aber bemüht witterungsabhängig einzelne Therapieeinheiten kurzfristig im Freien zu ermöglichen. „Das muss aber kurzfristig von Woche zu Woche organisiert werden“, heißt es dazu aus der Propstei.
Während die Ausschreibung und Auftragsvergabe bereits angelaufen sind, konnten vor kurzem die Baumaßnahmen im Stall „Unterhus“ gestartet werden. Ende September beginnen die Bauarbeiten im Reitstall und der Reithalle. Bis März kommenden Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,55 Millionen Euro netto. „Dank zahlreicher und auch großzügiger Zuwendungen sind bereits 1,17 Millionen an Spenden eingegangen. Somit fehlen noch rund 400.000 Euro“, informiert Pater Kolumban.

