Verdacht auf neuerlichen Schafsriss bei Egg

Bei der Alpe Bullersch wurde verunstalteter Schafskadaver gefunden. Schatz: “Alles ist möglich.”
Egg Hat Meister Isegrim im Gemeindegebiet von Egg erneut zugeschlagen? Im Bereich der Alpe Bullersch fand der dortige Älpler am Freitag gegen Abend den Kadaver eines Schafes, dessen Zustand auf das Werk eines Wolfes schließen lassen könnte. Das Problem bei der Feststellung der Todesursache: Das Schaf war bereits im beginnenden Verwesungszustand, was Rückschlüsse auf die Todesursache erschwert.
Hubert Ratz (64), Alpmeister der benachbarten Alpe Ostergunten, kam zum Fundort, um das Schaf zu begutachten. Ratz war bereits bei der Beseitigung der gerissenen Tiere in Schetteregg dabei. “Das Schaf war bereits stark verwest. Dennoch deutet beim Kadaver einiges darauf hin, dass es ein Wolf war, der das sechs Monate alte Lamm gerissen hat.”
Aggressiv gegen Hund
Noch etwas anderes lässt für Ratz den Wolf in Verdacht stehen. “Als ich mit meinem Hund zur Alpe kam, reagierten alle Tiere dort sehr aggressiv auf ihn. Dabei kennen sie ihn ja gut, und es hat vorher nie solche Reaktionen gegeben. Das lässt für mich nur einen Schluss zu: Sie haben den Wolf erlebt.”
Hubert Schatz (55), Wildbiologe des Landes, will sich nach Prüfung des ihm zugesandten Fotomaterials nicht festlegen: “Es ist möglich, dass es ein Wolf war. Aber das muss es nicht. Die bereits eingesetzte Verwesung macht eine Ursachenbestimmung schwer.”