So steht es um die Sanierung des LKH Bludenz

Baulicher Eingriff am Landeskrankenhaus schreitet planmäßig voran. Finale Etappe gestartet.
BLUDENZ Da die Baustelle auch während der Coronahochphase laufend betrieben wurde, liegen die Arbeiten zur Sanierung des LKH Bludenz voll im Zeitplan. Dieser Tage konnte eine weitere Bauetappe, die vorletzte, abgeschlossen werden. 42 Patientenzimmer entsprechen nun wieder dem neuesten Stand der Technik und konnten bereits bezogen werden.
Gleichzeitig startete die Sanierung der Bettenstationen im inneren Teil des Hauptgebäudes. Auch dafür ist es erforderlich, wiederum 42 Patientenbetten aus drei Stockwerken vorübergehend in den Altbau Süd zu übersiedeln, denn im Zuge der Totalsanierung ist ein Rückbau bis auf den Rohzustand notwendig. Neben der Optimierung der Stationsstruktur und des Raumangebots werden für jedes Zimmer eine Nasszelle eingebaut, sämtliche Installationen erneuert sowie die Zimmertiefe vergrößert. Auch die Erneuerung der Außenfassade über alle Geschoße fällt in die jetzige Bauetappe. Die markante Sägezahnfassade wird beseitigt und durch eine komplett neue Steinfassade ersetzt.
Die großen Herausforderungen liegen im Umbau während des laufenden Betriebes und im Anschluss an den Bestand.
Norbert Kathan, Leiter Baumanagement Vlbg. Krankenhaus-Betriebsgesellschaft
Da der Umbau bei laufendem Betrieb stattfindet, wurden im Vorfeld seitens der Bauprojektleiter alle möglichen Maßnahmen getroffen, um einen bestmöglichen Ablauf garantieren zu können. „Dennoch kann es zu kleineren Einschränkungen oder etwas Lärm kommen. Dafür ersuchen wir bereits heute bei unseren Mitarbeitern, Patienten und ihren Besuchern um Verständnis“, so Chefärztin Prim. Dr. Ruth Krumpholz. „Gleichzeitig bedanken wir uns bei unseren Mitarbeitenden für die Unterstützung beim Siedeln, durch die perfekte Planung im Vorfeld klappt alles wunderbar“, freut sich Pflegedirektor Erich Gantner über den guten Teamgeist im LKH Bludenz.
Heliport außer Betrieb
Da der Baukran in die Abflugschneise ragt, ist der Heliport auf dem Dach des Krankenhauses bis 18. Dezember 2020 aus Sicherheitsgründen außer Betrieb. Daher ist in diesem Zeitraum das LKH Feldkirch für Notfallbehandlungen zuständig. „Sollten Notfälle aus dem LKH Bludenz mit dem Hubschrauber in medizinische Zentren verlegt werden müssen, sind Alternativlandemöglichkeiten in der Nähe des Krankenhauses vorgesehen“, heißt es aus dem Bludenzer Spital. Rechtzeitig für die kommende Wintersaison steht der Heliport dann aber wieder zur Verfügung.
Abbruch zum Abschluss
Bis in einem Jahr werden die renovierten Zimmer wieder zur Verfügung stehen. Auch die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist für 2021 vorgesehen, und das LKH Bludenz wird dann in jeder Beziehung wie der Neubau aussehen. Nach Abschluss der Generalsanierung stehen im Haupttrakt 90 modernisierte Patientenbetten sowie zusätzlich 44 im Neubautrakt zur Verfügung. Hinzu kommen sechs Intensivbetten und acht Plätze der Tageschirurgie. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf 11,8 Millionen Euro.
Die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb sind für alle fordernd: Sowohl die Baufirmen als auch unsere Mitarbeiter nehmen sehr gut aufeinander Rücksicht.
Harald Bertsch, Verwaltungsdirektor LKH Bludenz
Nach Abschluss aller baulichen Adaptierungsmaßnahmen im Hauptgebäude wird zu guter Letzt auch die Physiotherapie dahin übersiedeln. Danach wird der Altbau abgerissen werden.
LKH Bludenz
5 medizinische Fachbereiche
145 Betten
4800 Operationen pro Jahr
50.000 ambulante Frequenzen
11.000 stationäre Patienten
550 Geburten
415 Mitarbeiter



