Wallner macht Reha-Problematik zur Chefsache

Vorarlberg / 04.08.2020 • 07:00 Uhr
Wallner macht Reha-Problematik zur Chefsache
Die Reha-Klinik in Schruns hat nur begrenzt Platz für Nachsorgepatienten. VN/STEURER

Forderung nach sofortiger Lösung des coronabedingten Zuweisungsstopps.

bregenz Der Zuweisungsstopp von Vorarlberger Patienten zu Reha-Kliniken im süddeutschen Raum (die VN berichteten) hat Landeshauptmann Markus Wallner alarmiert. Er erklärte die leidige Angelegenheit auch gleich zur Chefsache. Weder will er die von der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) mit der Coronakrise begründete Maßnahme länger tolerieren noch eine damit verbundene mögliche Vertragskündigung mit den für Vorarlberg wichtigen Nachsorge-Einrichtungen akzeptieren.

Klärung zugesichert

“Für die Auslastungsprobleme der riesigen Bettenburgen im Osten können wir nichts”, wurde Markus Wallner auch gegenüber PVA-Generaldirektor Winfried Pinggera deutlich, den er gleich am Montagvormittag kontaktiert hatte. “Es sollte doch wirklich kein Problem sein, die Coronamaßnahmen zwischen den Häusern abzugleichen”, sagt Wallner. Pinggera habe ihm zugesichert, diesbezüglich sofort Gespräche mit der Geschäftsführung der Waldburg-Zeil-Kliniken aufzunehmen. Konkret geht es um die kardiologische und orthopädische Reha, die dort angeboten wird, und für die im Land nur begrenzt Plätze vorhanden sind. Kardiologie-Patienten etwa müssen bis November auf einen Termin in der Reha-Klinik in Schruns warten.

Kahlschlag bei Verträgen

Im vergangenen Jahr löste die PVA fast alle Verträge mit ausländischen Reha-Einrichtungen. Auch Vorarlberg war von diesem Kahlschlag betroffen. Sechs der insgesamt acht bestehenden Verträge wurden gekündigt. Dank massiver Interventionen konnten jene mit den Waldburg-Zeil-Kliniken aufrechterhalten werden. Im Zuweisungsstopp sehen viele einen weiteren Versuch, die Zusammenarbeit abzuwürgen. “Kommt nicht infrage”, stellt Wallner klar.