Keine UVP für neue Valiserabahn

Der Neubau der Valiserabahn benötige keine UVP, so das Land Vorarlberg.
St. Gallenkirch Für die Valiserabahn läuft 2021 die Genehmigung aus, ein Ersatz soll her. Begleitet wird die Erneuerung mit dem Bau eines Hotels, einer Tiefgarage und eines Mitarbeiterhauses an der Talstation. Nach den Erfahrungen rund um den Speicherteich habe die Silvretta Montafon all diese Bauvorhaben als ein Projekt beim Land vorgestellt, betont Landesrat Christian Gantner. Das Urteil des Landes: „Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist auch für das ganze Projekt nicht notwendig“, bestätigt Gantner. So sieht es auch die Naturschutzanwältin Katharina Lins.
Derzeit wartet die Silvretta Montafon auf die Genehmigung durch die Naturschutzbehörde und das Verkehrsministerium als oberste Seilbahnbehörde. Die augenscheinlichste Veränderung zur alten Valiserabahn: Statt den bisherigen 6er Gondeln sollen 10er Gondeln kommen. Der Verlauf und die Standorte der Stationen bleiben unverändert, versichert Silvrettasprecher Thomas Ettenberger. Angestrebt wird eine Umsetzung durch Doppelmayr, mit denen die Silvretta Montafon in den vergangenen 52 Jahren 60 Anlagen realisiert haben. „Insbesondere in Zeiten der Krise hat der Zusammenhalt, den wir unter den Unternehmen in Vorarlberg erleben dürfen, eine besondere Bedeutung“, betont Doppelmayr-Geschäftsführer Thomas Pichler.
Der Bau des Hotels, der Tiefgarage und des Mitarbeiterhauses solle zeitgleich zur Erneuerung der Valiserabahn stattfinden. Geplant ist nach derzeitigem Wissensstand eine Tiefgarage mit 590 Stellplätzen und ein viergeschossiges Hotel der Revier Hospitality Gruppe.