Rotes Kreuz mit neuer Teststrategie

Vorarlberg / 22.07.2020 • 16:00 Uhr
Rotes Kreuz mit neuer Teststrategie
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes haben mit Testungen viel zu tun. VN/RP

Das Konzept wurde vom Land bereits genehmigt.

Röthis Das Interesse an und die Einsicht in die Notwendigkeit von Coronatests sind ungebrochen hoch. Allein im Tourismusbereich führt das Rote Kreuz derzeit pro Woche rund 1000 Testungen durch. Mit der Öffnung weiterer Beherbergungsbetriebe könnte sich diese Zahl auf 1200 erhöhen, schätzt RK-Geschäftsführer Roland Gozzi. In der zentralen Teststation in Röthis werden täglich etwa 300 Abstriche genommen. Hier werden ausschließlich Personen mit Symptomen getestet. Ab Herbst wird, auch mit Hinblick auf eine mögliche zweite Infektionswelle, die Anzahl der Tests in Röthis auf 600 pro Tag erhöht. Zudem werden die RK-Stützpunkte in Dornbirn, Bregenz, Bludenz und Feldkirch mit mobilen Testteams aufgerüstet. Ein entsprechendes Konzept hat das Land genehmigt. Was noch fehlt, sind Mitarbeiter, die es mit Leben erfüllen.

Personalsuche

In den vergangenen Wochen und Monaten setzte das Rote Kreuz bei den Testungen unter anderem auch auf Aushilfen, etwa Zivildiener. Doch die sind spätestens ab Oktober weg. „Jetzt braucht es eine langfristige Strategie, um auch personell gut aufgestellt zu sein“, erklärt Roland Gozzi auf VN-Anfrage. Deshalb ist die Blaulichtorganisation auf der Suche nach 15 Rettungssanitätern, denen im Anschluss an die Ausbildung eine Anstellung winkt. Nach Corona können sie sich laut Gozzi zum Notfallsanitäter weiterbilden. Die mobilen Teams in den vorgenannten Stützpunkten nehmen Tests bei jenen Personen vor, denen es nicht möglich ist, nach Röthis zu kommen, wie das etwa bei älteren Menschen der Fall sein kann, die aufgrund ihrer Symptomatik aber auch keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen sollen. „Die Stationierung von Testteams in den Stützpunkten verhindert zudem lange Fahrzeiten“, sagt Gozzi.

Mit dieser Lösung hofft das Rote Kreuz, seiner Aufgabe im Bereich der Coronatestungen über den Herbst und Winter solide nachkommen zu können. Das gilt auch für die Verfügbarkeit von Test- und Schutzmaterialien. „Derzeit erhalten wir alles Erforderliche problemlos“, bestätigt der Rotkreuz-Geschäftsführer.