Pensionist flüchtete vor ärztlicher Behandlung in Hittisau

Vorarlberg / 09.07.2020 • 10:18 Uhr
Pensionist flüchtete vor ärztlicher Behandlung in Hittisau
Auch der Polizeihubschrauber “Libelle” beteiligte sich an der Suche nach dem betagten Abgängigen. POLIZEI

Weil 76-Jähriger panische Angst vor dem Arzt hatte, musste eine Suchaktion nach ihm eingeleitet werden.

Hittisau Der Pensionist aus Hittisau wurde am Mittwoch gegen 17 Uhr als abgängig gemeldet, weil er aus seinem betreuten Wohnbereich vermisst wurde. Daraufhin machten sich rund 20 Mann der Bergrettung, der Polizeihubschrauber Libelle aus Hohenems, die Polizei Hittisau mit drei Beamten und ein Mann der Alpinpolizei auf die Suche nach dem Rentner.

Bei der Bolgenach aufgefunden

Bereits gegen 19 Uhr konnte der Abgängige von der Suchmannschaft der Bergrettung im Bereich der Bolgenach aufgefunden werden. Der 76-Jährige wurde leicht unterkühlt, aber ohne offensichtliche Verletzung mit einem Quad geborgen und von der Rettung Egg zum Gemeindearzt gebracht. Der als abgängig gemeldete Mann, der am Tag zuvor an Verdauungsproblemen litt, befürchtete deswegen am kommenden Tag in einem Krankenhaus behandelt zu werden. Da der Mann aber panische Angst vor ärztlicher Behandlung hat, fuhr er mit seinem Pkw von seiner betreuten Wohnstätte in die Parzelle Ließenbach.

Wollte im Freien übernachten

Dort wanderte er an einem Forstweg entlang des Bachbettes der Bolgenach flussaufwärts und plante dort an einem ausgewählten Platz, die Nacht im Freien zu verbringen. Zu diesem Zweck hatte der Mann auch einen Schlafsack mit dabei.