KH Dornbirn: Covidfall erst bei Entlassung entdeckt

Vorarlberg / 09.07.2020 • 10:30 Uhr
KH Dornbirn: Covidfall erst bei Entlassung entdeckt
In der Nachsorge des KH Dornbirn wurde die Infektion entdeckt. VN/RAUCH

Wie bekannt wurde, gab es einen positiven Covid-Fall in der Nachsorge des KH Dornbirn.

Dornbirn Am 19. Juni hätte die Patientin aus der Nachsorge des Krankenhauses Dornbirn entlassen werden sollen. Da sie jedoch in einer Betreuungseinrichtung lebte, war vor der Entlassung ein Covid19-Test notwendig – und dieser war bei der symptomfreien Frau positiv. Statt der Heimkehr bedeutete dies Isolierung sowohl für die Covid-Patientin wie auch für ihre Zimmergenossin. “Die Patientin wurde in ihrem Zimmer entsprechend des Standards für Isolationsmaßnahmen bei Covid19 schutzisoliert und vom Personal mit entsprechender Schutzausrüstung betreut”, bestätigt Landessprecher Thomas Mair. Ihre Angehörigen habe man sofort informiert. Alle anderen Patienten der Nachsorge mussten ihre Speisen auf den Zimmern einnehmen. Insgesamt zwei Patienten erhielten laut Auskunft der Stadt Dornbirn Besuchsverbot und wurden ebenfalls getestet, einem dritten Patienten Heimquarantäne verordnet.

Insgesamt wurde die betroffene Patientin noch drei Mal getestet. Nachdem die letzten beiden Tests negativ waren, konnte sie am 25. Juni die Nachsorge verlassen und die Maßnahmen wieder gelockert werden. Der Covidfall in der Nachsorge habe keine Auswirkungen auf den Betrieb des Stadtkrankenhauses gehabt. Alle Maßnahmen seien nach den behördlichen Anordnungen und den Richtlinien mit Involvierung der Krankenhaushygiene durchgeführt worden.

Dass sich eventuell nicht alle Angehörigen von Patienten der Nachsorge ausreichend informiert fühlten, könne man vonseiten der Stadt nachvollziehen. Es sei nur vorgesehen, dass die direkten Kontaktpersonen eines Covid-Infizierten kontaktiert werden. Die Besucher von anderen Nachsorge-Patienten sind aber nur Kontaktpersonen von Kontaktpersonen, gelten daher nicht als gefährdet und werden nicht kontaktiert oder auf das Virus getestet. Dies sei auch aus datenschutztechnischen Gründen schwierig.