Erster Einblick in Schrunser Millionenprojekt

Löwen Hotel präsentiert Erweiterungspläne auf der Kulturbühne Schruns. Projektunterlagen liegen auch im Rathaus auf.
Schruns Der Gemeindevertretung wurden die konkreten Erweiterungspläne bereits vor knapp einem Monat vorgestellt. Nun ist auch die Bevölkerung von Schruns eingeladen, sich ein Bild vom geplanten Zubau beim Löwen Hotel Montafon zu machen. Am Donnerstagabend, 2. Juli, laden die Hotelführung und die Gemeinde um 19 Uhr zur offiziellen Projektpräsentation in die Kulturbühne ein.
Wie bereits mehrfach berichtet, hat die Liebherr-Unternehmensgruppe als Betreiberin des Hotels Löwen vor drei Jahren das benachbarte Haus des Gastes erworben und plant an dessen Stelle eine Hotelerweiterung. Trotz der derzeit unsicheren Lage hält das Unternehmen an der Hotelerweiterung fest und will das Projekt, dessen Kosten sich im zweistelligen Millionenbereich befinden, ehestmöglich umsetzen.
Nach einer intensiven Planungsphase wurde im Frühjahr mit den ersten Vorarbeiten begonnen. Dabei wurden in der darunterliegenden Tiefgarage sowie dem Spar aus statischen Gründen zusätzliche Stützen eingebaut. Die Planung des schweizerischen Architekturbüros Monoplan sieht die Errichtung eines fünfeinhalbgeschoßigen Zubaus vor, der sich optisch in drei Häuser gliedert. Darin sollen neben 24 Hotelzimmern auch Seminarräume entstehen. „Die Tagungsräume stehen künftig auch der hiesigen Bevölkerung zur Verfügung“, informiert Ingrid Muxel, GF des Löwen Hotels.
Der Projektpräsentation war ein politischer Schlagabtausch vorausgegangen. Seitens der Opposition stößt man sich insbesondere an der Dimension des Neubaus. Da dieser die im Bebauungsplan festgemachte Maximalhöhe überschreitet, ist seitens der Gemeindevertretung eine Ausnahmegenehmigung erforderlich. Geht es nach den Bauwerbern, soll diese in der nächsten Sitzung am 10. Juli erteilt werden. Im Anschluss daran will man das Bauvorhaben zügig vorantreiben. “Wir hoffen auf einen baldigen Baubescheid und streben einen Baustart im Frühjahr 2021 an”, sagt Muxel.
Die Projektpräsentation steht stark im Zeichen von Corona. Aufgrund aktueller Bestimmungen finden nur rund 50 Personen im Veranstaltungssaal Platz. Aus diesem Grund liegen die Projektunterlagen auch einen Monat lang im Gemeindeamt zur Einsicht auf.