Coronakrise prägte auch Arbeit des Roten Kreuzes

Vorarlberg / 01.07.2020 • 22:00 Uhr
Bei Infektionstransporten war das Rote Kreuz gefordert. <span class="copyright">VN/PAULITSCH</span>
Bei Infektionstransporten war das Rote Kreuz gefordert. VN/PAULITSCH

2019 wurden über 500.000 ehrenamtliche Stunden geleistet.

feldkirch Das Thema fiel zwar nicht in den Berichtszeitraum, doch an der Coronakrise kam das Rote Kreuz bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend nicht vorbei. Zu eindrücklich waren die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Blaulichtorganisation. So wurden unter anderem bislang rund 22.000 Testungen durchgeführt, drei Stützpunkte für Infektionstransporte eingerichtet und betrieben sowie die Telefonhotline 1450 personell verstärkt. „Diese Leistungen waren nur möglich, weil alle Mitarbeitenden gut vorbereitet und im täglichen Rettungsdienst eigenständiges Handeln gewohnt sind“, betonte RK-Präsident Ludwig Summer. Mehr als 4500 Stunden brachten Hauptberufliche und Ehrenamtliche zudem unbezahlt ein. Die verrechneten Aufwendungen von 770.000 Euro bekam das Rote Kreuz vom Land refundiert.

Freiwilligensystem entlastet

Auch das vergangene Jahr erwies sich als arbeitsintensiv. So leisteten die rund 1500 freiwilligen Mitarbeiter 534.000 ehrenamtliche Stunden. Unterstützt wurden sie von 250 Hauptamtlichen und 237 Zivildienern. Entlastung für das durch die steigenden Einsätze strapazierte Freiwilligensystem konnte laut RK-Geschäftsführer Roland Gozzi mit dem Einsatz von Notfallrettungswagen (NRTW) erreicht werden. Diese Fahrzeuge sind mit einem Notfallsanitäter und einem Notfallsanitäter mit Notfallkompetenz besetzt. So kämen die Freiwilligen zu ihren Einsätzen und den nötigen Ruhezeiten. Diese Fahrzeuge sind in den Bezirken Feldkirch, Bludenz und dem Bregenzerwald unterwegs. In Bregenz und dem Mittleren Rheintal sollen sie im Herbst den Betrieb aufnehmen. Fortgeführt wird auch die Freiwilligenkampagne “Wir haben die passende Jacke für dich!”.

Die Generalsversammlung wurde auch für die Verabschiedung von Hans-Peter Schwendinger, Kommandant der Rotkreuz-Abteilung Dornbirn, sowie die Verleihung von vier Ehrenmitgliedschaften genutzt. Diese gingen an Altpräsident Siegi Gasser, Altkommandant Heiner Klettl (Rotkreuz-Abteilung Bregenz), Altkommandant Norbert Rücker (Rotkreuz-Abteilung Hohenems) und Hubert Ess (Rotkreuz-Abteilung Feldkirch).