Wie die Arbeiterkammer in der Krise hilft

AK schnürt Förderpaket mit Angeboten zur Entlastung und zum beruflichen Wiedereinstieg.
Feldkirch Mehr als 500.000 Arbeitslose, 18.000 davon in Vorarlberg: Die Coronakrise hat viele Arbeitnehmer hart getroffen. Die Arbeiterkammer Vorarlberg schnürt deshalb ein umfangreiches Förderpaket im Bereich Bildung. „Wir wollen alles unternehmen, um ihnen den erneuten Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern“, so AK-Präsident Hubert Hämmerle.
Vergünstigte Kurse
Der Schlüssel für einen erfolgreichen Neustart nach der Krise sei vor allem die Bildung. So bietet die Kammer für über 100 Kurse des BFI der AK Vorarlberg und am Digital Campus einen Frühbucherbonus an: „Wer sich bis 11. September für einen Kurs anmeldet, bezahlt nur den halben Preis“, kündigt der AK-Präsident an. Einzige Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in der Arbeiterkammer. Für all jene, die die Krise als Chance zur beruflichen Neuorientierung nutzen wollen, starten ab Juli zudem Workshops mit Mitarbeitern von wieweiter.at. Außerdem wird das Projekt “Du kannst was”, das Menschen mit langjähriger Berufserfahrung in wenigen Monaten zum Lehrabschluss führt, auf Arbeitssuchende ausgeweitet.
Neue Jobplattform
Ausgezeichneten Arbeitgebern bietet ab sofort eine neue, von der AK und Russmedia gemeinsam umgesetzte Jobplattform eine Bühne. Unter zukunftsjobs.at präsentieren familienfreundliche Arbeitgeber, die Entwicklungsmöglichkeiten bieten, Wert auf einen qualitativ hochwertigen Arbeitsplatz legen und mit ihrer Firmenkultur die aktive Mitbestimmung und Beteiligung durch die Mitarbeiter fördern, offene Stellen an.
Unterstützung für Familien
Die vergangenen Wochen stellten auch für viele berufstätige Eltern eine Herausforderung dar. Das wochenlange Homeschooling habe bei vielen Schülern Spuren hinterlassen, wie Hämmerle erklärt. Daher wurden Projekte wie die Lernhilfewochen und das Summer Jam des BFI weiterentwickelt. „Dabei wird Kindern und Jugendlichen geholfen, versäumten Schulstoff nachzuholen.“ Den Großteil der Kosten dafür trägt die AK, die Eltern bezahlen lediglich einen pauschalen Betrag von 50 Euro. Ergänzt wird das Angebot durch eine Lernberatung auf Abruf, bei der Pädagogen unbürokratisch und kostenlos Lernpläne und -strategien in Deutsch, Mathematik und Englisch anbieten. Zudem wird im Sommer ein mehrtägiger Workshop (My-future-days) zur Berufsorientierung speziell für Jugendliche angeboten.
Härtefonds verlängert
Mit dem fünf Millionen Euro schweren Härtefonds, der am Beginn der Covid19-Krise eingerichtet wurde, unterstützte die AK Betroffene bei finanziellen Problemen. “Wir wissen, die Schlacht ums Überleben von Wirtschaft und Gesellschaft wird erst noch geschlagen”, so AK-Direktor Rainer Keckeis. Daher werde der Fonds bis auf Weiteres verlängert. Rund 1000 Anträge auf Unterstützung wurden bisher bearbeitet.