Millionenprojekt in Gargellen macht aus Betonburg ein Ferienschloss

60 neue Ferienapartments werden im Montafoner Tourismusort bis Dezember 2021 errichtet.
Gargellen Im August 2012 waren im Ortsteil Vergalden in Gargellen die Spaten für ein ambitioniertes Tourismusprojekt gesteckt worden. Bis zum Spätsommer 2014 sollte hier eine luxuriöse Ferienwohnanlage, das Silvretta Alpin Resort, mit 36 Apartments entstehen. Sollte, denn so weit kam es nicht.
Während die Errichtung der Ferienanlage zunächst planmäßig anlief, kam das Bauprojekt 2014 ins Stocken. Der Grund dafür lag darin begraben, dass die bauverantwortliche I&F Immobilie und Finanzdienstleistungs GmbH massive Probleme hatte, zahlungskräftige Investoren für die Ferienapartments zu finden. Nachdem das insgesamt 16 Millionen Euro teure Projekt bis zur Hälfte fertiggestellt war, hieß es schließlich Baustopp. Somit wartet der Rohbau seit mittlerweile über sechs Jahren auf seine Fertigstellung.
Eröffnung im Dezember 2021
Diese soll nun im Dezember 2021 erfolgen. Möglich machen will dies die Schmid & Romagna Immobilien GmbH, die die Liegenschaft samt dem angrenzenden Haus Hubertus erworben und unter dem Namen „Alpin Resort Montafon GmbH“ miteinander verschmolzen hat. Die neue Ferienanlage besteht aus drei miteinander verbundenen Baukörpern und insgesamt 60 Apartments. “Das neue Projekt ist bereits fertig entwickelt. Auch die behördlichen Voraussetzungen liegen vor und sind rechtskräftig“, informiert Geschäftsleiter Christian Schmid. “Derzeit laufen die Ausschreibungen und Vergaben für die einzelnen Gewerke. Der Baustart erfolgt im Sommer”, so Schmid.

Das Immobilienunternehmen mit Sitz in Bregenz lässt sich den opulenten Tourismuskomplex einiges kosten. „Im Rahmen der Vergrößerung des Projekts mit dem Haus Hubertus wurde neu investiert. Bis zur Fertigstellung sind es noch etwa 10 Millionen Euro“, gibt der Geschäftsführer an.
40 Prozent vergeben
Zwölf der neuen Apartments werden im Buy-to-let-Modell veräußert. Dabei steht den Eigentümern ihre Wohnung sechs Wochen im Jahr selbst zur Verfügung. „Die übrigen 48 Wohnungen werden nach der alten Regelung mit drei Wochen echter Ferienwohnungsnutzung angeboten“, sagt der Geschäftsführer. Mit dem Verkauf der Wohnungen zeigt sich Schmid zufrieden. „Aktuell sind 40 Prozent der Wohnungen verkauft bzw. reserviert.“
Im Gemeindeamt St. Gallenkirch begrüßt man die Tatsache, dass das Projekt jetzt weitergeht. “Im Rahmen des Bauprojekts war damals extra ein Hochbehälter errichtet worden. Auf die erwarteten Wasserabgaben warten wir bis heute”, so Bürgermeister Josef Lechthaler.