Gefährliche Suchaktion in der Üblen Schlucht

Vorarlberg / 15.06.2020 • 14:57 Uhr
Gefährliche Suchaktion in der Üblen Schlucht
Die Rankweiler Bergrettung bereitet sich auf die Suche nach dem Vermissten vor. BERGRETTUNG RANKWEIL

Von dem vermissten Wanderer David Holodnik (29) fehlt in Rankweil noch immer jede Spur.

Rankweil Als „steil, rutschig und gefährlich“ schilderte Gebhard Barbisch von der Bergrettung Rankweil am frühen Montagnachmittag die Situation in der Üblen Schlucht, in der die Einsatzkräfte nach dem vermissten David Holodnik aus Schlins suchen. „Und jetzt fängt es auch noch an zu regnen“, ergänzte er.

Wie berichtet, wird seit Samstag nach dem 29-jährigen Abgängigen gesucht. Holodnik war am Freitag zu einer Wanderung in die sogenannte Üble Schlucht aufgebrochen. Während sein Pkw abgestellt im Bereich Netschelweg aufgefunden werden konnte, fehlt von dem jungen Mann jede Spur.

Gefährliche Suchaktion in der Üblen Schlucht
Seit Freitag vermisst: Der 29-jährige David Holodnik aus Schlins.

„Kein flacher Auwald“

Umfangreiche Suchaktionen wurden eingeleitet, die aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse immer wieder abgebrochen werden mussten. Am heutigen Montag wurde die Suche mit 25 Einsatzkräften, unter anderem mit Mitgliedern der Bergrettung und Alpinpolizei, wieder aufgenommen. Und sie ist riskant. Bergretter Barbisch erklärt warum: „Das hier ist kein flacher Auwald, sondern sehr steiles Gelände.“ Er rät Privatpersonen davon ab, sich selbst auf die Suche nach dem Vermissten zu machen. „Sie gefährden sich selbst und auch uns“, begründet er.

Ein weiterer Wanderer teilte mit, in einem Bereich der Üblen Schlucht Geräusche wahrgenommen zu haben. Dieses Areal wird zur Stunde abgesucht. Bisher ohne Ergebnis.