Fraxern: Großteil der Tests ist negativ

Von 21 Testungen sind jetzt noch sieben ausständig.
fraxern, wien Die ersten Testergebnisse für die 700-Einwohner-Gemeinde Fraxern sind am späten Montagnachmittag bekannt geworden und beruhigen. Demnach sind von den insgesamt 21 Tests 14 negativ ausgefallen, sieben sind noch ausständig. Diese Auswertung soll heute, Dienstag, vorliegen. Wie berichtet, wurde ein Kind am vergangenen Freitag aus dem Kindergarten genommen, weil es Symptome einer Coronainfektion gezeigt hatte. Die Kindergartenleiterin war darauf aufmerksam geworden und hatte die erforderlichen Schritte gesetzt. Der Test bestätigte schließlich die Vermutung. “Wir sind froh, dass die Pädagogin so sensibel reagierte”, zeigt sich Bürgermeister Steve Mayr dankbar dafür. Auch die Eltern des betroffenen Kindes zeigten sich seinen Aussagen zufolge sehr verständnisvoll. Dem Kind selbst gehe es gut, die Coronainfektion nehme bei ihm einen leichten Verlauf. Wo es sich angesteckt haben könnte, ist noch Gegenstand von Erhebungen der Gesundheitsbehörden. Die insgesamt 30 Kinder und vier Kindergartenpädagoginnen sind in Quarantäne.
Vereinsaktivitäten abgesagt
Die Stimmung im Dorf beschreibt der Bürgermeister im VN-Gespräch als ruhig, aber von Unsicherheit geprägt. Der Kindergarten bleibt vorläufig geschlossen, Vereinsaktivitäten wie das Fußballtraining für die Jugend wurden abgesagt, kaum jemand geht auf die Straße. “Man merkt, dass Corona wieder ein Thema ist”, sagt Steve Mayr. Er selbst versucht, die Bevölkerung zu beruhigen. “Alle Mechanismen haben gegriffen.” Das Kind wurde früh separiert, über die Hotline 1450 wurden die nötigen Testungen organisiert.
Aus Sicherheitsgründen blieben gestern, Montag, auch die Mittelschüler aus Fraxern dem Unterricht in der Mittelschule Klaus fern. “Sie werden heute, Dienstag, wohl ebenfalls zu Hause bleiben”, vermutet der Bürgermeister. Immerhin fünf Kinder besuchten die Volksschule in Fraxern. Sollte die Gesundheitsbehörde weitere Maßnahmen verhängen, würden diese mitgetragen, kündigte Mayer an.
Werbung für Corona-App
Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Dienstag mit dem Roten Kreuz und der Ärztekammer einmal mehr für die Nutzung der “Stopp Corona”-App geworben. Zwar sei die Infektions-Situation in Österreich weiterihn stabil. Zur Verhinderung eines neuerlichen Anstiegs nach den großen Öffnungsschritten sei aber das “Kontaktpersonen-Management” entscheidend, erklärte Anschober, und dabei helfe die App. Die vom Roten Kreuz initiierte “Stopp Corona”-App nutzen derzeit rund 300.000 Personen aktiv.