Unmut in Dornbirn wegen fehlendem Parkleitsystem

Digitale Anzeigen könnten, so die Neos, lange Parkplatzsuche quer durch die Stadt verhindern.
Dornbirn Sollte Dornbirn nicht bald ein digitales Parkleitsystem einführen, schaut es mit dem Innenstadthandel schlecht aus. Das mutmaßen jedenfalls die Neos und verweisen auf Geschäfte, die den Schlüssel für immer umdrehen, weil für die Kunden die Parkplatzsuche in der Stadt zu kompliziert und langwierig sei.
Nach Aussagen von Claudio Errico, Neos-Spitzenkandidat für die Bürgermeisterwahlen im September, begründet inzwischen ein weiteres Innenstadtgeschäft die bevorstehende Schließung unter anderem mit Parkplatzproblemen, verursacht durch das nach wie vor fehlende elektronische Parkleitsystem. Errico verweist in dem Zusammenhang auf vergleichbare Städte, die schon bei der Stadteinfahrt die Autofahrer digital zu Parkplätzen leiten: „Hier hinkt die Stadt Dornbirn um viele Jahre hinterher.“ Er befürchtet, dass viele Kunden ihre Einkäufe anstatt im örtlichen Geschäft via Internet tätigen. Als Folge drohe der Verlust von Arbeitsplätzen im Innenstadthandel. Die Neos-Forderung an die Stadtspitze lautet also dahingehend, alsbald mit der Installierung eines elektronischen Parkleitsystems einen Beitrag zur Stärkung des Handels zu leisten.
Dornbirns Stadtplanungsreferent, Vizebürgermeister Martin Ruepp, kann die Sorgen der Neos, dass der Innenstadthandel in Nöte gerät, allerdings nicht nachvollziehen: „Die Geschäftsflächen sind nach wie vor gut ausgelastet. Schließungen wegen schlechten Geschäftsganges kommen auch an anderen Orten immer wieder vor.“ Ein elektronisches Parkleitsystem hingegen würde aber auch Ruepp begrüßen. In Dornbirn sei die Installierung digitaler Anzeigen schon seit Jahren ein Thema, allerdings falle die Umsetzung immer wieder dem Rotstift zum Opfer.