Warnung von Wildtierexperten: “Keine Rehkitze aufheben”

Dem kleinen Rehlein Fifko fliegen zwar die Herzen zu, aber es sollte keine Geschwisterchen in Menschen-Haushalten bekommen.
Schwarzach Das erst wenige Tage alte Rehkitz Fifko hat die Herzen der VN-Leser im Sturm erobert. Wie berichtet, wurde das anmutige Tierbaby von zwei Kindern im Wald bei Schwarzach gefunden. Sie brachten es schließlich nach Hause, von wo Wildaufseher Marco Rusch das putzige Rehlein zu sich mit nach Hause nahm und es nun dort aufzieht.
Die Kinder, die siebenjährige Aurelia und der zehnjährige Dario, hatten es gut gemeint. Als sie ein Pfeifen am Boden vernahmen und das kleine Tier entdeckten, verpürten sie Mitleid und hoben es auf. „Normalerweise pfeift ein Rehkitz nicht. Es verhält sich ganz ruhig. Wohl deshalb haben es die Kinder aufgehoben“, glaubt Marco Rusch.
Doch im selben Atemzug sagt er: „Man darf ein Rehkitz, das am Boden kauert, niemals aufheben. Tut man das, dann bringt man es in große Gefahr. Weil das kleine und geruchlose Tier dann einen Geruch annimmt und zur leichten Beute von Raubtieren wird“, erklärt der Jäger. Volle Unterstützung erhält er dabei vom Wildbiologen des Landes, Hubert Schatz. „Es ist eine völlig falsche Handlung, ein im Wald gefundenes Rehkitz zu berühren“, sagt auch Schatz. Selbst wenn die Kinder es gewiss gut gemeint hätten.