Land fördert Kindergärten trotz Coronabetrieb

Das Land Vorarlberg wird Förderungen von Kinderbetreuungseinrichtungen trotz des eingeschränkten Betriebs in vollem Umfang ausbezahlen.
Bregenz Das Land werde Kinderbetreuungseinrichtungen nicht nur trotz dem eingeschränkten Betrieb die volle Förderung auszahlen. Darüber hinaus werden durch die Corona-Pandemie entgangene Einnahmen abgegolten, so Landeshauptmann Markus Wallner und die zuständige Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink (beide ÖVP) am Donnerstag in einer Aussendung.
Gerade private Träger seien von der derzeitigen Situation stark betroffen. Die Elternbeiträge, die den Kinderbetreuungen, Spielgruppen, Kindergärten und Tageseltern entgehen, weil derzeit kaum Kinder betreut werden, werden diesen zu 60 Prozent vom Land und zu 40 Prozent von den Gemeinden abgegolten. Für das Land Vorarlberg bedeute das Kosten von bis zu 310.000 Euro pro Monat, hieß es. Zudem würden weitere Förderungen, die grundsätzlich an die Elternbeiträge geknüpft seien, weiterhin gewährt, auch wenn keine Elternbeiträge eingehoben werden. Auch die Förderung für Tagesmütter bleibe aufrecht, selbst wenn ihr Angebot während der Krise nur eingeschränkt in Anspruch genommen werde.
Für das erste Quartal 2020 wird das Land die 60- bis 75-prozentigen Personalkostenbeiträge in den elementarpädagogischen Einrichtungen übernehmen, auch wenn die Voraussetzungen für diese Förderungen nicht oder nur teilweise erfüllt waren. Die Gemeinden und privaten Träger erhalten dafür mehr als 16 Mio. Euro. Der Erhalt des gut ausgebauten Kinderbetreuungsangebots in Vorarlberg sei von entscheidender Bedeutung für die Bewältigung der Krise, begründete die Landesregierung.
Wieder mehr Betrieb im Kindergarten
Die Auslastung der Kindergärten steigt in allen Bundesländern wieder nach und nach an. Zumeist pendelte sich die Anwesenheit zwischen zehn und 20 Prozent ein, Ausreißer gibt es in Kärnten (sechs Prozent) und in der Steiermark (bis zu 40 Prozent). Grund dafür ist nicht zuletzt die Öffnung des Handels nach den Schließungen wegen der Coronakrise.
In Vorarlberg waren am Mittwoch 1.310 Kinder zur Betreuung in den Kindergärten – das entspricht einem Prozentsatz von rund 14 Prozent und damit einem Anstieg um rund zehn Prozentpunkte seit Mitte April (3,7 Prozent). In 67 von 420 Kindergärten sind derzeit keine Kinder in Betreuung, da der Bedarf nicht gegeben ist. APA