Ein neues Leben durch neue Gelenke

Vorarlberg / 07.05.2020 • 11:00 Uhr
OA Andreas Berger (l.) und Primar René El Attal sorgten mit ihrem Vortrag schon einmal für einen enormen Besucherandrang. <span class="copyright">VN/Lerch</span>
OA Andreas Berger (l.) und Primar René El Attal sorgten mit ihrem Vortrag schon einmal für einen enormen Besucherandrang. VN/Lerch

Digitales MedKonkret zeigt neues Behandlungsmanagement.

Feldkirch Gelenksverschleiß kann verschiedene Ursachen haben, er bedeutet für Betroffene aber in jedem Fall eine massive Einschränkung der Lebensqualität. Schmerzen und dadurch bedingter Bewegungsmangel wirken sich zudem negativ auf die Gesundheit aus. Gelenksersatzoperationen bei Verschleiß der Gelenksflächen (Arthrose) oder nach einem Unfall zählen heute zu den sicheren und erfolgreichen Routineeingriffen in der Medizin. Ein künstliches Gelenk kann wieder Schmerzfreiheit und Lebensqualität bringen.

Neue Beginnzeit

Beim ersten MedKonkret-Vortrag im neuen Jahr berichteten Andreas Berger, bereichsleitender Oberarzt für Endoprothetik, sowie der Leiter der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am LKH Feldkirch, Primar René El Attal, über Anwendungsmöglichkeiten, Ergebnisse und neue Entwicklungen auf dem Gebiet des Gelenksersatzes. Aufgrund des damals sehr großen Andranges, der es erforderlich machte, MedKonkret-Besucher abzuweisen, wird der Vortrag wiederholt, diesmal aufgrund der Coronakrise allerdings in digitaler Form. Die Referenten informieren am Dienstag, 12. Mai 2020, ab 18 Uhr per Webinar, das über vn.at und vol.at zugänglich ist. Es besteht dabei auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Für Primar René El Attal stellt die Endoprothetik die größte Erfolgsgeschichte in der orthopädischen Chirurgie dar. Gelenksverschleiß bedeutet Schmerzen und Beeinträchtigung. Gelenksersätze können in den meisten Fällen Abhilfe schaffen. Die Zufriedenheit ist laut den Fachärzten hoch. Ebenso habe sich das Patientenkollektiv verändert. „Die Leute wollen auch im Alter aktiv sein“, erklärt Andreas Berger. Ein neues Behandlungsmanagement bringt deutlich mehr Vorteile für die Patienten, es ist schonender und verheißt eine schnellere Genesung nach Gelenksersatz und Frakturen.

Schnelle Mobilisation

Ein Vorteil solcher Eingriffe sei ihre Planbarkeit, denn bereits im Vorfeld können alle Unwägbarkeiten gecheckt und ausgeräumt werden. Nach dem Eingriff wird der Patient so schnell wie möglich mobilisiert, oft schon ein paar Stunden nach der Operation. Krücken sollen nur noch der Balance dienen. Andreas Berger, auf Hüft- und Kniegelenke spezialisiert, motiviert seine Patienten zudem, schnell wieder zivile Kleidung zu tragen. Das vertreibe das Krankheitsgefühl. Nach vier bis fünf Tagen sind die Entlassungskriterien bei einem Großteil der Patienten erreicht.