Im Kleinwalsertal wachsen die Sorgen

Trotz möglicher Erleichterungen an der Grenze: Sorgen von Handel und Tourismus wachsen.
Mittelberg Schon in den nächsten Tagen soll es Erleichterungen an der Grenze ins Kleinwalsertal geben. Diese Hoffnung drückte Bürgermeister Andi Haid gegenüber den VN aus. Die Anzeichen dazu haben sich verdichtet. Gleichzeitig dürften Touristen aber noch länger nicht ins Tal kommen, wie jüngste Entwicklungen vermuten lassen. Bayern hält die Grenzen bis zumindest 10. Mai für touristische Zwecke dicht, und die Verlängerung der Reisewarnung bis 14. Juni aus Berlin trifft das Zollausschlussgebiet, das auschließlich über das Allgäu erreichbar ist, hart. Tourismus und Handel sehen bis dahin „schwarz“, sagt Daniel Hilbrand, Obmann Handel und Gewerbe im Tal.

Große Sorgen plagen die Beherbergungsbetriebe und Gastronomie. „Um einen wirtschaftlichen Totalschaden abzuwenden, benötigen wir eine Sonderregelung für unsere Region“, meint der Vorsitzende der Tourismusfachgruppe, Roman Schuster. Er hat mittlerweile die Petition „Bilaterale Grenzöffnung zwischen Deutschland und Österreich für den Reiseverkehr“ gestartet. Vielen Betrieben im Tal drohe die Insolvenz, so Schuster weiter.
FPÖ fordert rasche Grenzöffnung
Politische Unterstützung gibt es unterdessen von Vorarlbergs Freiheitlichen. Das Kleinwalsertal leide aufgrund seiner geografisch einzigartigen Lage ganz besonders unter den Grenzschließungen. FPÖ-Landesobmann Christof Bitschi fordert deshalb in einer Aussendung die unverzügliche Öffnung der deutschen Grenze zum Kleinwalsertal. Er richtet einen Appell an die Bundesregierung und fordert auch die Landesregierung auf, sich für eine deutsch-österreichische Lösung dieser Grenzproblematik einzusetzen.