Corona-Regeln: Kirchenrazzia im „heiligen Land Tirol“

Polizei löste Messe in Imsterberg auf. Kein ähnlicher Fall in Vorarlberg.
Imsterberg, Schwarzach Die Polizei hat am Gründonnerstag in Imsterberg in Tirol eine Messfeier aufgelöst. Obwohl sich die zehn Gottesdienstbesucher in der ganzen Kirche verteilt hatten, verstießen sie gegen die strengen Bestimmungen bezüglich der Verbreitung des Coronavirus. Als die Polizei die Kirche betrat, befanden sich dort der Pfarrer und zehn Besucherinnen und Besucher. Sie hatten sich in der ganzen Kirche verteilt, heißt es von der Polizei. Trotzdem musste die Messfeier aufgelöst werden, denn wegen des Coronavirus gilt weiterhin ein Versammlungsverbot. Die zumeist älteren Kirchenbesucherinnen und -besucher hätten sich aber einsichtig gezeigt, so die Polizei. Auf Anzeigen wurde verzichtet, die Betroffenen wurden verwarnt.
„Für uns kein Thema“
In Vorarlberg hat es laut Auskunft der Landespolizeidirektion bisher keinen ähnlichen Fall gegeben. Die Polizei habe auch keine Anordnung, die Kirchen zu überwachen. Polizeisprecher Rainer Fitz begründete auf Anfrage der VN auch weshalb: „Bischof Benno Elbs hat ja angekündigt, dass während der Coronakrise keine Messen in den Kirchen veranstaltet werden. Kontrollen sind deshalb für uns kein Thema.“
Aufgrund der neuen Verordnungen der Bundesregierung können am Ostersonntag keine Gottesdienste in den Kirchen gefeiert werden. Die Katholische Kirche Vorarlberg bringt den Ostergottesdienst sowie weitere Gottesdienste über die lokalen Medien zu den Menschen. Erstkommunion, Taufen und Hochzeiten finden aus heutiger Sicht frühestens im Mai wieder statt.