Sulner Kindercampus wäre für Einzug bereit

Vorarlberg / 07.04.2020 • 20:00 Uhr
Sulner Kindercampus wäre für Einzug bereit
In den nächsten Wochen hätten eigentlich die ersten Gruppen ihre neue Heimat im Kindercampus Sulz beziehen sollen. MÄSER

Nach der positiven behördlichen Abnahme hätte in den kommenden Tagen eigentlich der Bezug der neuen Kinderbetreuungseinrichtung stattfinden sollen.

Sulz Vor rund zwei Jahren starteten in Sulz die Arbeiten zum neuen Kindercampus. Nach nur wenigen Wochen musste der Bau dann jedoch für rund vier Monate unterbrochen werden. Der Grund: Auf dem Baugelände waren Knochen und Skelette entdeckt worden. Die archäologischen Untersuchungen zeigten schließlich, dass man auf einen Friedhof aus der Zeit zwischen 894 und 1270 gestoßen war. Die Verzögerungen, die sich durch den historischen Fund ergaben, konnten in der Folge jedoch gut aufgearbeitet werden. So weit, dass in den letzten Wochen die behördliche Abnahme, welche nach Auskunft von Bürgermeister Karl Wutschitz positiv verlief, erfolgen konnte. In den kommenden Tagen und Wochen werden nur noch kleinere Restarbeiten erledigt und dann wäre der neue Kindercampus bezugsbereit. „Über den Umzug in das neue Gebäude können wir derzeit aber noch keine Angaben machen“, erklärt Wutschitz. Auch ob die geplante Eröffnung im Juni erfolgen kann, ist aktuell noch offen.

Kurz nach dem Baustart stießen Arbeiter auf einen Friedhof aus dem Mittelalter. Bürgermeister Karl Wutschitz machte sich selbst ein Bild von dem historischen Fund.
Kurz nach dem Baustart stießen Arbeiter auf einen Friedhof aus dem Mittelalter. Bürgermeister Karl Wutschitz machte sich selbst ein Bild von dem historischen Fund.

Kooperation mit Nachbargemeinden

Fest steht aber, dass im neuen Campus sowohl Kindergarten als auch die Kleinkinderbetreuung ihren Platz erhalten werden. Für den Gemeindechef stelle es einen Meilenstein in der Gemeindegeschichte dar, die vielen jungen Familien die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern werde. Derzeit laufen auch Gespräche bezüglich einer Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden. „Hier gibt es einige Überlegungenn wie eine Kooperation stattfinden kann. Die Gemeinde ist diesbezüglich offen, allerdings immer unter der Berücksichtigung eigener Möglichkeiten“, so Wutschitz. der weiter auch erklärt, dass die Kostenplanung von rund 3,6 Millionen Euro für den Neubau eingehalten werden konnte. MIMA