Planer bei Bludenzer Volksschulerweiterung am Zug

Architekturwettbewerb für Erweiterung der Volksschule Mitte gestartet. Siegerprojekt wird Anfang Juni gekürt.
Bludenz Seit langem werden in Bludenz Überlegungen für die Erweiterung des Schulstandorts Mitte angestellt. Die dortige Volksschule kämpft seit Jahren mit akuter Raumnot. Nachdem vorübergehend Räume der angrenzenden Musikschule in Beschlag genommen wurden, mussten im Vorjahr auf dem Schulhof Container aufgestellt werden, um die Schülerbetreuung auslagern zu können.
Wettbewerb gestartet
Heuer soll es nun aber konkret an die Umsetzung der Schulerweiterung gehen. Der dafür notwendige Architekturwettbewerb wurde bereits ausgeschrieben. Nicht weniger als 26 Architekturbüros bekundeten mit ihrem Erscheinen beim Hearing ihr Interesse am Schulerweiterungsprojekt. Bis Mitte Mai haben sie die Möglichkeit, ihre Vorschläge einzureichen. In einer Jurysitzung Anfang Juni soll in der Folge das Siegerprojekt gekürt werden.
War zunächst von einem separaten Neubau der im nordwestlichen Gebäudeflügel befindlichen Musikschule die Rede, so sieht der neue Vorschlag die Erweiterung des aus dem Jahr 1886 stammenden Gebäudes um einen weiteren Gebäudeflügel vor. Dieser wird die L-Form des dreigeschoßigen Gebäudes künftig zu einem U formen und den Hof beinahe komplett umschließen. In Kubatur und Proportion soll der Zubau an den Bestandsbau angepasst werden, heißt es in der Ausschreibung. Seitens des Denkmalschutzes gibt es diesbezüglich keine Einwände.
Umfangreiches Raumprogramm
Die Anforderungen an den Zubau sind mannigfach. So sollen neben sieben Klassenräumen, vier Gruppenräumen, vier Kleinklassen auch drei Einzelförderungsräume unterkommen. Zudem gilt es im Erdgeschoß die Schülerbetreuung samt gemeinsamer Garderobe, Küche und Speisesaal für bis zu 100 Kinder einzuplanen. Büros, Lehrerzimmer, Besprechungs- und Bibliotheksräume, Werk- und Kreativräume, WC-Anlagen sowie ein Bewegungsraum sind im Zubau ebenso vorgesehen wie ein Tanzraum, Vereinsräumlichkeiten und ein Museumsdepot.
Aufgrund dieser Komplexität des Bauvorhabens besteht man seitens der Stadt auf einer kurzfristigen Verfügbarkeit der bauverantwortlichen Schlüsselpersonen. Verläuft alles nach Plan, soll noch heuer mit den Ausschreibungen gestartet werden und spätestens im Frühjahr 2021 der Baustart erfolgen.