Wie Lehrerinnen der HTL Dornbirn mit Masken aushelfen

Neben Fern-Unterricht wird an der HTL fleißig gearbeitet.
Dornbirn Der herkömmliche Schulbetrieb steht auch an der der HTL Dornbirn still. Leer gefegt sind die Klassenräume – bis auf einen. Und von Ruhe kann hier nicht die Rede sein, denn in der „Textilabteilung“ rattern die Nähmaschinen, es wird geschnippelt sowie laut und vor allem viel gelacht. Während die Schülerinnen und Schüler zu Hause fleißig ihre Arbeitsaufträge bearbeiten, die von den Lehrpersonen im Rahmen des „Distance Learning“ gestellt werden, beteiligen sich sieben Lehrerinnen der HTL (Ausbildungsrichtung Mode) zusätzlich an der Fertigung von Atemschutzmasken. Diese von Vorarlberger Textilunternehmen entwickelten Masken werden in Kooperation mit der Wirtschaftskammer von rund 100 Unternehmen aus der Bekleidungsbranche gefertigt.

Als die WK und Regina Kieninger (Landesinnung Mode und Bekleidungstechnik) kürzlich auf die HTL Dornbirn zukam, war für die Lehrerinnen des Modezweigs – Annemarie Prirsch, Julia Baur, Susanne Graziadei, Alexandra Kegele, Christa Nowak, Karin Schröpel und Corinna Stocker – schnell klar, dass sie mit ihrer fachlichen Kompetenz bei der Fertigung der Masken mithelfen. Zuerst wurden 50 Masken in Auftrag gegeben, die zur Zertifizierung benötigt wurden, danach folgte der erste Schwung an 800 Stück. Zeitintensive Tage für die Damen, galt es doch, dazwischen auch die Schüler mit Arbeitsaufträgen zu versorgen. „Neben der Arbeit kommt aber auch der Spaß nicht zu kurz, denn lachen und quatschen kann man trotz Sicherheitsabstand und Hygienemaßnahmen“, betont Annemarie Prirsch. Die Maßnahmen werden streng eingehalten und immer wieder die Hände desinfiziert. Um die tüchtigen Lehrerinnen bei Laune zu halten, hat Direktor Michael Grünwald zudem schon für Schokohasen gesorgt.

Diese Woche sind die Lehrerinnen damit beschäftigt, die erledigten Arbeitsaufträge der Schüler aufzuarbeiten, bevor am Donnerstag weitere Lehrpersonen mit ins Boot geholt werden. „Einige andere Lehrerkollegen und die beiden Damen vom Sekretariat unserer Schule haben sich bereiterklärt mitzuhelfen und Vorarbeiten für die Maskenfertigung zu erledigen“, freut sich Corinna Stocker. Außerdem nähen die Damenkleidermacherinnen Alexandra Kegele und Karin Schröpel zusätzlich in ihren Schneidereien weitere Masken. Die Einnahmen der Nähaktion sollen für sozial schwache Schüler sowie Projekte verwendet werden. cth