Risikopatienten in Taxis: Höchste Vorsicht geboten

Vorarlberg / 03.04.2020 • 07:00 Uhr
Risikopatienten in Taxis: Höchste Vorsicht geboten
Schutzmasken werden auch in Taxis empfohlen. Wenn Risikopatienten transportiert werden, ist das zwingend. VN/STEURER

Nicht alle Taxifahrer halten Corona- Sicherheitsmaßnahmen ein. Für Dialysepatienten kann das gefährlich sein.

Schwarzach Der hochbetagte Patient schimpft. Trotz Aufforderung an den Taxifahrer, eine Schutzmaske anzuziehen, weigert sich dieser. Er bringt den Dialysepatienten damit in Gefahr. Der muss drei Mal die Woche ins Krankenhaus gefahren werden, um sein Blut zu waschen.

Tausende Transporte

Es gibt während eines Jahres viele Tausende Transporte von Dialysepatienten durch Taxi-Unternehmen zu verschiedenen Spitälern. “Diese stellen uns gerade jetzt vor große Sicherheitsherausforderungen in puncto Hygiene. Und ich weiß, dass es schwarze Schafe unter den Taxifahrern gibt”, räumt Bernhard Drexel (56), designierter Sprecher der Vorarlberger Taxiunternehmer, ein.

Laut Drexel halten sich die Taxifahrer an die Corona-Hygienebestimmungen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). “Wir reinigen und desfinzieren unsere Fahrzeuge vor jedem Krankentransport. Die Türgriffe werden spzielle desinfiziert und es wird darauf geachtet, dass die Risikofahrgäste keinen berühren. Die Fahrer tragen Gummihandschuhe und natürlich Mundschutzmasken. Wir wollen, dass der gefährdete Fahrgast die Hygienemaßnahmen auch mit eigenen Augen sieht”, betont Drexel.

Schwarze Schafe

Dass es schwarze Schafe unter den Taxifahrern gibt, die es mit der Hygiene beim Transport von Risiko-und Hochrisikopatienten nicht so genau nehmen, ärgert Drexel. “Was ich gerade aufgezählt habe, sind die Hygienerichtlinien, die wir Taxiunternehmen uns selbst verordnet haben. Ich würde mir jedoch zusätzlich eine behördliche Verordnung wünschen, sodass sich jeder zwingend dran halten muss.” Nur spezialisierte Taxiunternehmen dürfen Dialysetransporte durchführen. Drexels Unternehmen “West” ist eines davon. Insgesamt bewältigen seine Fahrer im Jahr bis zu 7000 Diaylsepatiententransporte. In Zeiten von Corona sind diese Transporte alles andere als reine Routine.