Abt des Bregenzer Klosters Mehrerau mit Coronavirus infiziert

Vinzenz Wohlwend befindet sich bei stabilem Gesundheitszustand in klinischer Betreuung – Mönche des Klosters in Selbstisolation.
Bregenz Im Bregenzer Zisterzienser-Kloster Mehrerau haben sich Abt Vinzenz Wohlwend (50) und ein weiterer Mönch mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben des Klosters befinden sich beide in einem stabilen Gesundheitszustand. Keiner der beiden betroffenen Mitglieder der Ordensgemeinschaft sei Teil der Risikogruppe. Wo sich die beiden Ordensbrüder infiziert haben könnten, sei derzeit nicht nachvollziehbar. Gerade der Abt sei in seiner Funktion auch eine Person des öffentlichen Lebens, betont das Kloster.
Während der Mönch im Kloster versorgt wird, habe sich Wohlwend am Montag “zum Abgleich” in klinische Betreuung begeben. Der zweite betroffene Mönch habe einen sehr guten Krankheitsverlauf, ihm gehe es entsprechend gut. Die Mönche des Klosters – mitsamt dem Infizierten sind es 17 – stehen unter Heimquarantäne. Die Selbstisolation diene auch dazu, jene Mönche, die aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehören, vor einer möglichen Infektion zu schützen, so das Kloster.
Schule nicht betroffen
Von den Maßnahmen nicht betroffen ist die Privatschule des Klosters, das Collegium Bernardi. Die Betreuung der Schülerinnen und Schüler laufe wie bisher weiter. Der Schul- und Klosterbetrieb sind bereits seit Jahren getrennt. Auch sei der Abt, der als Abtpräsens der Zisterzienserkongregration Mehrerau 18 weiteren Abteien vorsteht, in den jüngeren Vergangenheit in keinem anderen Kloster zu Besuch gewesen.
Kein Kontakt zur Bischofskonferenz
Abt Vinzenz Wohlwend hatte in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu anderen Mitgliedern der Bischofskonferenz. Das teilt der Presseverantwortliche der Bischofskonferenz, Paul Wuthe, auf Anfrage der APA am Mittwoch mit. Die letzte Vollversammlung der Bischofskonferenz, an der Wohlwend teilnahm, fand im November 2019 statt.
Die für März geplante Frühjahrsvollversammlung wurde mit Beschluss vom 15. März abgesagt. Bei der Konferenz wäre u.a. ein Nachfolger für Christoph Schönborn gewählt worden, nun behält der Kardinal den Vorsitz bis auf Weiteres.