„Man fährt für sich, aber freut sich füreinander“

Lisa Feurstein im Nationalkader im Mountainbike Cross Country.
Dornbirn Lisa Feurstein lebt und liebt Sport. Die 14-jährige Dornbirnerin gehört zu den ganz großen Talenten im Mountainbike-Bereich, ist außerdem Skilehrerin beim SC Mühlebach und hat gerade die Übungsleiter-Ausbildung Ski alpin erfolgreich abgeschlossen. Bereits seit elf Jahren trainiert sie beim RV Dornbirn und sammelt fleißig Erfolge bei nationalen und internationalen Mountainbikerennen. Die Sportbegeisterung liegt in den Genen – bei Familie Feurstein dreht sich alles um Bike und Sport.
Wie bist du zum Radsport gekommen?
Über meinen Bruder Kilian und natürlich auch meine Eltern. Kilian ist selbst erfolgreicher Mountainbiker und ein großes Vorbild für mich, meine Eltern Marlies und Jörg sind beide Trainer beim RV Dornbirn. Als ich das erste Mal bei einem Rennen von Kilian dabei war, wurde mir schnell klar, dass ich das unbedingt auch will. Vor allem Rennen fahren. Für meinen ersten Wettbewerb mit sechs Jahren mussten wir dann sogar noch schnell ein Rädle ausleihen.

Was gehört zu den bisherigen Highlights in deiner noch jungen Karriere?
Zu den absoluten Höhepunkten zählt sicher die Bronzemedaille bei der ÖM 2018, die Silbermedaille im vergangenen Jahr bei den österreichischen Meisterschaften und die EM-Teilnahme mit dem Nationalteam. Das war noch einmal eine ganz besondere Erfahrung. Die Stimmung war einfach genial – diese Ehre zu spüren, das eigene Land vertreten zu dürfen und die ganze Rundumbetreuung beim Event. Ich hatte sogar meinen eigenen Mechaniker.
Du bist ja auch als Nachwuchstrainerin tätig und gibst unter anderem mit deiner Mama Rad-Workshops an Schulen. Wieso engagierst du dich neben dem intensiven Training so gerne zusätzlich beim Verein?
Das Klima im Verein ist einfach super! Es haben sich über die Jahre viele Freundschaften entwickelt und die Freude am Bike-Sport kennt keine Altersgrenze. Jung und Alt, Trainer und Sportler stecken sich sozusagen gegenseitig an und obwohl man ja eigentlich für sich selbst fährt, freut man sich auch über Erfolge der anderen. Ich bin immer wieder stolz, wenn ich sehe, dass ich ein Vorbild für die jüngeren Mitglieder bin. Das spüre ich vor allem bei den Rennen, wenn ich von den anderen lautstark angefeuert werde. Es ist einfach schön, Fans im eigenen Verein zu haben, wenn man selbst noch große Ziele hat.
Und wie sehen diese Ziele für die Zukunft aus?
In ferner Zukunft würde ich gerne im Weltcup mitmischen und wie mein Bruder Kilian bei internationalen Rennen mitfahren. Für heuer wäre es toll, wenn ich wieder eine Medaille bei der österreichischen Meisterschaft holen würde. Es steht eine Heim-ÖM an, die in Hohenems über die Bühne geht. Ich bin ganz optimistisch, da ich ja auf meinen treuen Fanclub vom RV Dornbirn zählen darf. cth