Landwirtschaft will nun Direktvermarktung ausbauen

Vorarlberg / 26.03.2020 • 23:30 Uhr
Landwirtschaft will nun Direktvermarktung ausbauen
Man sehe, wie wichtig den Menschen in Zeiten wie diesen Regionalität ist, sagt Josef Moosbrugger. Vol.at/Mayer

Kammerpräsident Moosbrugger will stärker auf Vertragslandwirtschaft bauen.

Hohenems Das Leben hat sich innerhalb kurzer Zeit dramatisch verändert. Auch die Landwirtschaft bleibt von der Coronakrise nicht unberührt, wie Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger den VN schildert. „Bisher spüren wir die Krise vor allem in den Absatzbereichen. Die Gastronomie und der Tourismus fehlen.“ Zudem sehe man, dass zwar der Export von Lebensmitteln schwieriger wird, weiterhin aber Lebensmittel importiert werden. Moosbrugger betont: „Es gibt andere Branchen, die mit größeren Herausforderungen zu kämpfen haben. Aber wir spüren natürlich die Marktverschärfungen.“ Er befürchtet einen Preisdruck auf die Landwirtschaft. Moosbrugger ist überzeugt: „Wir sehen gerade, wie unverzichtbar die Landwirtschaft für die Lebensmittelversorgung in kritischen Zeiten ist.“ Außerdem zeige sich das große Interesse an regionaler Landwirtschaft. Die Kammer plane daher, offensiv für eine stärkere Vertragslandwirtschaft zu werben. “Man sieht, wie sehr Menschen die Direktvermarktung schätzen. Das wollen wir ausbauen.”