VN-Podcast: Die Strategie zur Eindämmung heißt “Hammer und Tanz”

VN-Experte Armin Fidler beantwortete wieder Fragen der VN-Leser.
Hohenems, Hörbranz Kann ich eine Leberkässemmel im Supermarkt bestellen? Soll mein Sohn uns noch besuchen? Darf ich spazieren gehen? Nützen Antikörpertests? Fragen wie diese hat VN-Experte Armin Fidler im VN-Podcast “Corona-Update” beantwortet. Nachzuhören auf VN.at/podcast und allen gängigen Podcast-Plattformen. Schicken auch Sie Ihre Fragen, per WhatsApp oder SMS an 0676 88005 533 oder per Mail an woche@vn.at. Eine Fragte drehte sich um die Strategie, das Virus einzudämmen.
Kann man die Bevölkerung immunisieren, indem man das Ausgehverbot immer wieder lockert und verschärft?
Das ist die Strategie, die wir fahren. Sie nennt sich Hammer und Tanz. Wir sind jetzt in der Hammerphase, in der wir versuchen, mit relativ strikten Maßnahmen die epidemiologische Kurve nach unten zu drücken. Sobald wir sehen, dass die Infektionskurve nach unten geht, würden diese Maßnahmen gelockert werden. Dann beginnt die Tanzphase.
Wie sieht die aus?
Da macht man auf und zu, aber nicht mehr so extrem. Dabei muss die Epidemie gut beobachtet werden: Wie viele stecken sich an? Wo gibt es Herde? Wo sind neue Einschleppungen? Die meisten Länder versuchen so eine Strategie.
Wie lange kann das dauern?
So lange, bis ein überwiegender Teil der Bevölkerung die Krankheit hatte und damit eine Herdenimmunität aufweist. Wobei wir nicht wissen, wie lange die Immunität geht und wie sehr sie schützt. Und dann stellt sich die Frage, wann es einen Impfstoff gibt. Das kann noch ein oder eineinhalb Jahre dauern. Der Tanz kann also gut ein Jahr gehen.
Worauf müssen wir uns einstellen?
Man kann leider nicht erwarten, dass nach Ostern Normalbetrieb wie zuvor einkehrt. Aber wir müssen diese extremen Maßnahmen nicht mehr aufrecht erhalten, wenn die Kurve abflacht.